Zeckentod.exe
Gefährliches Virenprogramm in Sachsen entdeckt

Das Landeskriminalamt Sachsen warnt vor einem gefährlichen Virenprogramm, mit dem versucht wird, die Kontrolle über fremde Rechner zu erlangen.

ap DRESDEN. Seit Tagen gingen sächsischen Firmen, Institutionen und Privatleuten E-Mails mit dem Dateianhang Zeckentod.exe zu, sagte LKA-Sprecher Lothar Hofner am Dienstag. Dieses Programm gehöre zur Kategorie der so genannten Trojanischen Pferde: Nach dem Öffnen der Datei werde der PC infiziert und das Programm ermögliche dem Eindringling die Kontrolle über den Computer.

Die Computerexperten des LKA Sachsen ermitteln jetzt wegen des Verdachts der Computersabotage, des Verdachts des Ausspähens von Daten und des Verdachts der Datenveränderung. Es sei das erste Mal, dass ein Verfahren dieser Art in Sachsen laufe, sagte der LKA-Sprecher. Das Programm werde unter der Adresse SaargauKameraden§hotmail.com verschickt, erläuterte Hofner.

Nach Hofners Angaben ist der Virus auch deshalb gefährlich, weil er vielen Anti-Virenprogrammen unbekannt ist. "Durch Unbekannte versandte E-Mails mit Anhängen sollten grundsätzlich nicht geöffnet, sondern sofort gelöscht werden", lautete Hofners Rat. Bei Virusbefall gebe es derzeit nur die Möglichkeit, mit großem Aufwand die entsprechenden Einträge oder die gesamte Festplatte zu löschen. Selbst regelmäßig durchgeführte Sicherungskopien der Festplatten könnten schon infiziert sein. Diese führten dann beim Neuaufspielen der Daten wieder zu den selben Problemen.



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