Zehn Farmer festgenommen
Simbabwes Polizei geht gegen weiße Farmer vor

Nach Ablauf der von Präsident Robert Mugabe gesetzten Frist geht die Polizei von Simbabwe nun verschärft gegen weiße Farmer und Landbesitzer vor, die sich der entschädigungslosen Aufgabe ihrer Ländereien widersetzen.

Reuters GWANDA. Am Freitag wurde gegen fünf weiße Farmer in Gwanda im Südwesten des ehemaligen Rhodesien Anklage erhoben, weil sie der Anordnung, ihre Ländereien zu verlassen, nicht nachgekommen sind. Die Bauern-Lobby, organisiert in der Gruppe "Gerechtigkeit für die Landwirtschaft" (JAG), teilte mit, das gleiche könne rund 50 weiteren weißen Farmern passieren. In der Provinz Matabeleland seien am Freitag bereits zehn Farmer von der Polizei festgenommen worden, die nach Erkenntnissen der JAG über entsprechende Einsatzbefehle der Regierung verfügt.

Die Polizei stand für einen Kommentar nicht zur Verfügung.

Auf Befehl der Regierung Mugabe müssen 2900 der im Lande verbliebenen 4500 weißen Landbesitzer ihre Höfe verlassen, ohne dass ihnen eine Entschädigung gezahlt würde. Die Begründung ist, Ungerechtigkeiten der Kolonialzeit seien noch zu beseitigen. Damals seien 70 Prozent des besten Ackerlandes in Rhodesien unter weißen Farmern aufgeteilt worden. Seit der Unabhängigkeit von Großbritannien 1980 regiert Mugabe das Land mit harter Hand.

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