Zehn-Punkte-Plan für gemeinsame Rüstungspolitik
EU will mit den USA militärisch nicht konkurrieren

Die Staaten der Europäischen Union wollen in der Verteidigungspolitik enger zusammenarbeiten, der Supermacht USA aber militärisch keine Konkurrenz machen.

dpa MADRID. Darauf hat der EU-Außenkommissar Chris Patten am Dienstag auf einer Konferenz der Vorsitzenden der außenpolitischen Ausschüsse aus den Parlamenten der EU-Staaten in Madrid hingewiesen. "Selbst wenn wir in Europa viel mehr Geld als bisher für die Verteidigung ausgäben, bliebe ein enormer Abstand zu den militärischen Kapazitäten der USA bestehen."

Die Wähler in Europa würden es gar nicht erst zulassen, dass die EU-Staaten so viel Geld für die Verteidigung ausgäben, dass die EU sich militärisch mit den USA auf eine Stufe stellen könnte, sagte der EU-Kommissar. Die Europäer könnten bei der Sicherheit in anderen Bereichen außerhalb des rein militärischen Gebiets eine wichtige Rolle spielen. Dazu könnte der Kampf gegen die "Schattenseiten der Globalisierung" gehören wie gegen das Verschieben von Drogen und Menschen.

Die spanische EU-Ratspräsidentschaft schlug vor, die EU-Staaten könnten sich bestimmte Waffensysteme und militärische Ausrüstungen untereinander teilen. Auf diese Weise könnten Mängel im Bereich der europäischen Verteidigung wenigstens teilweise behoben werden. Das Madrider Verteidigungsministerium präsentierte einen Zehn-Punkte-Plan für eine gemeinsame europäische Politik auf dem Gebiet der Rüstung. Danach sollten in der EU unter anderem die operativen Anforderungen an militärische Ausrüstungen vereinheitlicht werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%