Zehn Schwerverletzte
Schwere Explosion erschüttert New York

Gut sieben Monate nach den terroristischen Anschlägen vom 11. September hat eine schwere Explosion in New York erneut Panik ausgelöst. Zehn Menschen wurden nach Angaben von Bürgermeister Michael Bloomberg schwer verletzt, als ein achtstöckiges Gebäude im Stadtteil Chelsea in Manhattan teilweise einstürzte.

dpa NEW YORK. Mindestens 30 weitere Menschen erlitten leichtere Verletzungen. Hinweise auf einen terroristischen Anschlag hatte die Polizei nach eigenen Angaben jedoch nicht. "Das sieht nicht aus wie 'Foul Play'", sagte ein Offizier Reportern am Ort des Geschehens. "Wir gehen von einem Unfall aus, auch wenn das hier wie eine Kriegsszene wirkt", erklärte ein leitender Feuerwehrmann. Die Explosion habe sich im Keller eines Nachbarhauses ereignet, das selbst nur vergleichsweise gering beschädigt wurde.

Laut Bürgermeister Bloomberg lösten offenbar Chemikalien die heftige Explosion aus. Der größte Schaden entstand an dem Gebäude der Apex-Schule, einer technischen Berufsschule in Chelsea. Sie liegt rund drei Kilometer nördlich vom Areal des zerstörten World Trade Centers. Die Szenerie glich jener nach einem Bombenanschlag. Auf den umliegenden Straßen wurden blutende Menschen mit Bettlaken und provisorischen Verbandsmaterialien versorgt, ehe Krankenwagen eintrafen.

"Es knallte furchtbar und wir sind nur noch gelaufen", sagte Pedro Rodriguez, einer der Berufsschüler. "Wenn es in New York knallt, fragt man nicht mehr lange, sondern haut ab." Trümmerteile und Glassplitter bedeckten das Pflaster auf der 19. Straße. Die umliegenden Straßenzüge sowie Teile der 6. und 7. Avenue wurden abgesperrt. Dadurch kam der Verkehr im Südwesten Manhattans teilweise zum Erliegen.

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Explosion, die sich gegen 11.30 Uhr am Vormittag ereignete, löste allerdings kein Feuer aus. Hunderte Fenster in der Umgebung wurden durch die Druckwelle zerstört. Alle Menschen, die sich in der Schule aufhielten, hätten das Gebäude verlassen können oder seien von der Feuerwehr herausgebracht gebracht worden, erklärte ein Mitglied der Schulleitung.

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