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Zehn Tage Pause für Schüttler nach Knie-Op

Rainer Schüttler hat Glück gehabt. Die schlimmen Befürchtungen haben sich einen Tag nach der Operation am linken Knie nicht bestätigt; der Pechvogel der Saison muss nur zehn Tage mit dem Tennis spielen aussetzen.

dpa HAMBURG. Rainer Schüttler hat Glück gehabt. Die schlimmen Befürchtungen haben sich einen Tag nach der Operation am linken Knie nicht bestätigt; der Pechvogel der Saison muss nur zehn Tage mit dem Tennis spielen aussetzen.

"Es sieht sehr gut aus", sagte Schüttlers Leibarzt Wilfried Banzer. Der Arzt der deutschen Daviscup-Mannschaft und Sportmedizin-Professor an der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität in Frankfurt denkt, dass sich an der Saisonplanung des Weltranglisten-37. nichts ändern wird. "Rainer wird hier in Kronberg bei uns ein Reha-Programm absolvieren. In der ersten Januar-Woche wird er wie geplant in Chennai spielen können und danach auch bei den Australian Open in Melbourne."

Die Beschwerden im Knie hatte Schüttler seit Wochen. In der Vorbereitung auf das Einladungsturnier im österreichischen Skiort St. Anton wurden die Schmerzen allerdings immer störender. "Deshalb hat Rainer seinen Auftritt abgesagt und sich zu einer Arthroskopie entschlossen", erklärte sein Trainer, Freund und Manager Dirk Hordorff nach dem Eingriff bei Professor Strobel in Straubing. "Es war genau der richtige Zeitpunkt."

Ein Ganglion hatte sich am Rande des linken Knies gebildet. Diese Art Minitasche, in der sich Flüssigkeit eingelagert hatte, behinderte Schüttler und sorgte für Schmerzen, die nicht schwinden wollten. "Es scheint alles bestens verlaufen zu sein. Das Knie sieht jedenfalls hervorragend aus. Ich wäre froh, wenn meines auch so aussähe", meinte Banzer, der aus medizinischer Sicht keinen Zweifel daran hat, dass Schüttler an seine besten Zeiten wieder anknüpfen wird.

Mit der 19. Erstrundenpleite der Saison hatte sich der Wahl-Schweizer am 2. November in Paris-Bercy nach dem 6:7 (3:7), 4:6 gegen den Spanier Feliciano Lopez in die Winterpause verabschiedet. Zwei Wochen machte er danach am Persischen Golf in der Sonne Dubais Badeurlaub und schaute dabei tatsächlich keinen Tennisschläger an. "Rainer war völlig relaxt und ist voller Zuversicht wieder ins Training eingestiegen", sagte Hordorff. Doch statt eines umjubelten Auftritts in St. Anton und ein paar lockerer Schwünge auf den Pisten des beliebten Ski-Ortes wie im Vorjahr, musste er unters Messer. Fast wäre man versucht zu sagen: Passend für das Seuchenjahr 2004.

In spätestens zehn Tagen wird Schüttler wieder auf dem Tennisplatz stehen können, glaubt Banzer. Bis dahin wird sich der WM-Halbfinalist von 2003 körperlich fit halten und die verkorkste Saison endgültig abhaken. Der Start in die neue Saison und bessere Zeiten sollen in Chennai erfolgen, wo der kometenhafte Aufstieg des Korbachers vor zwei Jahren begann. "Mir hat eine Möwe auf den Kopf geschissen. Da wusste ich: Es wird ein tolles Jahr", hatte Schüttler damals gesagt - und prompt das Finale der Australian Open erreicht.

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