Zehn Tote
Georgien: Rebellen schießen UN-Hubschrauber ab

Beim Abschuss eines UN-Hubschraubers in Georgien sind am Montag alle zehn Insassen getötet worden. Der Vorfall ereignete sich in der abtrünnigen Provinz Abchasien, die Opfer sind nach Angaben der örtlichen Behörden fünf UN-Militärbeobachter, vier Besatzungsmitglieder und ein Dolmetscher.

ap TIFLIS. Die Vereinten Nationen bestätigten, dass niemand den Absturz überlebt habe. Rettungsmannschaften konnten bis zum Nachmittag nicht zur Unglücksstelle in die Kodor-Schlucht vordringen, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Der Helikopter vom Typ Mi-8 sei in einem Gebiet abgeschossen worden, in das zuvor «tschetschenische und georgischen Terroristen» eingedrungen seien, erklärte das abchasische Verteidigungsministerium, das international nicht anerkannt wird. Ein UN-Vertreter bestätigte zwar den Absturz, wollte sich aber nicht zur Unglücksursache äußern. Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete, der Hubschrauber sei 15 Minuten nach dem Start in der abchasischen Hauptstadt Suchumi mit einer Rakete abgeschossen worden. Das abchasische Verteidigungsministerium sprach von Augenzeugen, die zwei Schüsse aus einem Granatenwerfer beobachtet hätten.

Abchasien, das im Nordwesten Georgiens liegt und an das Schwarze Meer und Russland grenzt, ist praktisch unabhängig, seit Separatisten in einem Krieg 1992 und 1993 die georgischen Regierungstruppen vertrieben haben. Russische Soldaten kontrollieren seit 1994 die Einhaltung einer Waffenruhe. UN-Beobachter wurden bereits mehrfach Ziel von Angriffen.

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