Zehnkämpfer Karpow auf Weltrekordkurs
Deutsches Sprint-Trio weiter

Der fünfte Wettkampftag der Leichtathleten bei den Olympischen Spielen hat für die deutschen Sprinter recht vielversprechend begonnen. Über 200 Meter und 110-Meter-Hürden wurden gute Zeiten erzielt. Im Zehnkampf bahnt sich eine Überraschung an.

HB ATHEN. Die Sprinter haben den von Verletzungen und Ausfällen gebeutelten deutschen Leichtathleten einen erfreulichen Start in den 5. Wettkampftag bei den Olympischen Spielen beschert. Das Trio Sebastian Ernst (Gelsenkirchen), Tobias Unger (Kornwestheim/Ludwigsburg) und Till Helmcke (Friedberg) zog am Dienstag über 200 m komplett in die zweite Runde ein. Auch Mike Fenner erreichte über 110 m Hürden den Zwischenlauf und stellte im Vorlauf in 13,53 Sekunden eine deutsche Jahresbestzeit auf.

Einen Achtungserfolg verbuchte vor allem der erst 19 Jahre alte Sebastian Ernst. Als Sieger seines Vorlaufes in sehr guten 20,47 Sekunden ließ er den kontrolliert laufenden 100-m-Olympiasieger Justin Gatlin (USA) um 4/100 Sekunden hinter sich. "Ich wollte auf Nummer sicher gehen. Dass ich so schnell unterwegs bin, hätte ich nicht gedacht. Die Bahn ist verdammt schnell", befand der U20- Europameister.

Tobias Unger, Dritter der Hallen-Weltmeisterschaften, belegte in 20,65 Sekunden Platz zwei seines Laufes, während Helmcke mit 20,73 Sekunden über die Zeitregel in den Zwischenlauf vorstieß. "Wir haben uns die ganze Woche über gegenseitig hoch gepuscht", berichtete Ernst. Schon vor dem Trio hatte Mike Fenner einen guten Start bei seiner Olympia-Premiere. "Ich bin froh, dass ich Jahresbestzeit gelaufen bin", sagte der 31-jährige Wattenscheider. Dagegen ist Disziplinkollege Jerome Crews aus Mannheim in dürftigen 13,83 Sekunden ausgeschieden.

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