Zehntausende fordern Freigabe ihrer Konten
Polizei löst Massendemonstration in Buenos Aires auf

Die argentinische Polizei hat am Freitagmorgen eine Massendemonstration in der Hauptstadt Buenos Aires aufgelöst. Die Beamten setzten Wasserwerfer und Tränengas ein und feuerten Gummigeschosse ab, um die Menschen von der Plaza de Mayo vor dem Präsidentenpalast zu vertreiben.

afp BUENOS AIRES. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Zuvor hatten zehntausende Menschen friedlich gegen die Wirtschaftspolitik der Regierung von Eduardo Duhalde protestiert. Sie forderten die Regierung auf, Bargeldabhebungen von ihren Konten freizugeben.

Die Demonstranten waren in der Nacht zum Präsidentenpalast gezogen und hatten ihren Unmut bekundet, indem sie auf Töpfe und Pfannen schlugen. "Wenn die Regierung die Krise nicht bald bewältigt, wird es Gewalt geben", sagte eine 43-jährige Frau. Zuvor hatte Präsident Duhalde vor einem "Blutbad" gewarnt. Einen Rücktritt wegen der anhaltenden Proteste lehnte er jedoch ab.

Die Regierung hatte am Mittwoch die Beschränkung für Barabhebungen gelockert. Die Bürger dürften künftig monatlich bis zu 1500 Peso (1065 Dollar/1190 ?/2330 DM) von Konten abheben, auf denen Gehälter und Renten eingehen. Die zurückgetretene Mitte-Links-Regierung von Präsident Fernando de la Rúa hatte Barabhebungen Anfang Dezember auf 1000 Peso monatlich beschränkt. Dies hatte zu heftigen Protesten mit über 30 Toten geführt.

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