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Zehntausende protestieren gegen Daimlerchrysler-VorstandDPA-Datum: 2004-07-15 10:30:57

(dpa-AFX) Stuttgart - Mehrere zehntausend Beschäftigte von Daimlerchrysler AG < DCX.ETR > haben am Donnerstag ihre Proteste gegen die massiven Sparpläne des Autokonzerns begonnen. Im größten deutschen Werk in Sindelfingen bei Stuttgart legten nach Betriebsratsangaben etwa 20.000 Mitarbeiter für rund zwei Stunden die Arbeit nieder. Die Belegschaft wehrt sich gegen die Pläne des Vorstands, die ab 2007 gebaute neue C-Klasse aus Kostengründen von Sindelfingen nach Bremen und Südafrika zu verlagern. Das könnte 6000 der über 30.000 Jobs in Sindelfingen kosten.

(dpa-AFX) Stuttgart - Mehrere zehntausend Beschäftigte von Daimlerchrysler AG < DCX.ETR > haben am Donnerstag ihre Proteste gegen die massiven Sparpläne des Autokonzerns begonnen. Im größten deutschen Werk in Sindelfingen bei Stuttgart legten nach Betriebsratsangaben etwa 20.000 Mitarbeiter für rund zwei Stunden die Arbeit nieder. Die Belegschaft wehrt sich gegen die Pläne des Vorstands, die ab 2007 gebaute neue C-Klasse aus Kostengründen von Sindelfingen nach Bremen und Südafrika zu verlagern. Das könnte 6000 der über 30.000 Jobs in Sindelfingen kosten.

Die Proteste in allen deutschen Mercedes-Werken hatten in der Nacht mit einem Fackelzug von 600 Arbeitern in Düsseldorf begonnen. Auch in Hamburg und Berlin standen die Produktionsbänder vorübergehend still. Auf den Plakaten der Arbeiter in Sindelfingen stand unter anderem "Es ist Krieg" oder "Wer Wind sät, wird Sturm ernten".

Verzicht AUF Lohnzuwächse IN Höhe VON 180 Millionen Euroo Angeboten

Gesamtbetriebsratschef Erich Klemm sagte in Sindelfingen, die Standorte würden sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Der Betriebsrat habe den Verzicht auf Lohnzuwächse in Höhe von 180 Millionen Euro angeboten. Eine halbe Milliarde Euro, wie vom Vorstand angepeilt, sei völlig abwegig. Zwischen diesen Zahlen müsse ein Kompromiss gefunden werden.

Am Standort Bremen sind die Arbeitskosten deutlich niedriger als in Sindelfingen. Dort bekommen die Arbeiter unter anderem höhere Zuschläge für Spätschichten und eine Extra-Pause von fünf Minuten pro Arbeitsstunde ("Steinkühler-Pause"). Diese von Mercedes-Chef Hubbert angestoßene Diskussion "kotzt mich an", meinte Vize-Aufsichtsratschef Klemm.

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