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Zehntausende Spanier gedenken ETA-Opfer

Reuters MADIRD. Zehntausende Spanier haben am Montag mit Schweigeminuten eines Gefängnisbeamten gedacht, der am Vortag bei einem Anschlag im Baskenland getötet worden war. Für den Mord an Maximo Casado Carrera in der Stadt Vitoria wird die baskische Untergrundorganisation ETA verantwortlich gemacht. Im ganzen Land unterbrachen am Mittag die Menschen ihre Arbeit und verharrten im Gedenken an den Toten einige Minuten still. Zudem sind landesweite Proteste gegen die ETA geplant. Die ETA wird beschuldigt, in ihrem Kampf für ein unabhängiges Baskenland in diesem Jahr bereits 16 Mordanschläge verübt zu haben.

Der 44-jährige Casado war auf dem Weg zu seiner Arbeit im Gefängnis, als eine Bombe unter seinem Auto explodierte. In der Haftanstalt, in der Casado beschäftigt war, sitzen rund 40 verurteilte ETA-Mitglieder ein. Der Anschlag ereignete sich nur einen Tag, nachdem zehntausende Menschen in der baskischen Stadt Bilbao gegen die Gewalt der ETA demonstriert hatten. Die ETA wird für den Tod von rund 800 Menschen in ihrem seit drei Jahrzehnten andauernden Kampf für einen eigenen Baskenstaat verantwortlich gemacht.

Im Dezember hatte die ETA einen 14 Monate dauernden Waffenstillstand aufgekündigt. Mit ihrer jüngsten Anschlagserie will die ETA offenbar Verhandlungen mit der spanischen Regierung erzwingen. Im vergangenen Jahr waren Gespräche nach der ersten Verhandlungsrunde ohne Einigung abgebrochen worden.

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