Zehnter Quartalsverlust in Folge
Lucent kommt einfach nicht aus den roten Zahlen

Mit einem erneuten Milliarden-Fehlbetrag hat der US-Telekom-Ausrüster Lucent Technologies den zehnten Quartalsverlust in Folge ausgewiesen. Angesichts der anhaltenden Investitionsflaute in der Telekom-Branche schließt das Unternehmen für das laufende Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang zum Vorquartal nicht aus.

Reuters MURRAY HILL. Lucent gab am Mittwoch für das abgelaufene vierte Geschäftsquartal 2002 einen Nettoverlust von 2,88 (Vorjahreszeitraum 8,8) Milliarden Dollar bekannt. Vor Einmalposten ergab sich den Angaben zufolge ein Verlust je Aktie von 0,64 Dollar. Analysten hatten hier im Schnitt mit einem Verlust von 0,65 Dollar je Aktie gerechnet. Der Umsatz aus dem fortlaufenden Geschäft fiel auf 2,28 (4,75) Milliarden Dollar und lag damit im Rahmen der durchschnittlichen Expertenerwartungen von 2,26 Milliarden Dollar.

Für das laufende erste Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 geht Lucent eigenen Angaben zufolge von einem Umsatz aus, der auf dem Niveau des Vorquartals oder bis zu zehn Prozent darunter liegt. Die Erlöse könnten damit auf bis zu 2,05 Milliarden Dollar schrumpfen. Zugleich erwartet der Konzern einen verringerten Nettoverlust. Analysten hatten für das laufende Geschäftsquartal bei Lucent bislang einen Verlust je Aktie von 21 Cent vor Einmalposten bei einem Umsatz von 2,27 Milliarden Dollar prognostiziert.

Erste Priorität hat bei Lucent nach den Worten von Konzernchefin Patricia Russo weiterhin die Rückkehr in die Gewinnzone bis Ende des angelaufenen Geschäftsjahres 2002/2003 (per Ende September). Die Gewinnschwelle soll dabei bereits mit einem Quartalsumsatz von 2,5 Milliarden Dollar erreicht werden. Das Unternehmen verfüge um genügend Liquidität, um den Geschäftsbetrieb zu finanzieren, versicherte Lucent zugleich.

Der Telekom-Ausrüster hatte in diesem Monat die Streichung von weiteren 10 000 Stellen angekündigt. Ende September beschäftigte der Konzern rund 47 000 Mitarbeiter. Binnen Jahresfrist soll die Belegschaft auf 35 000 Beschäftigte reduziert werden. Ende 2001 belief sich die Mitarbeiterzahl noch auf 62 000.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%