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Zeichen auf Sturm

Die Zeichen standen auf Sturm. Die wichtigen Indizes in New York erlebten zur Wochenmitte einen turbulenten Tag.

Die Technologiebörse Nasdaq rauschte gleich nach Börseneröffnung kräftig Richtung in die Verlustzone. Es ging bis auf 3 100 Punkte nach unten. Die alten Jahrestiefstände von Mitte Mai wurden somit unterschritten. Ein schlechtes Zeichen, weil wichtige Unterstützungslinien somit wegbrachen. Der Nasdaq Index verzeichnet mit einem Punktverlust von 22 Prozent den größten Jahresverlust seit 1974.



Die Zuversicht schwindet, dass sich die Kursbarometer in nächster Zeit gut entwickeln werden, zusehends. Analysten befürchten, dass steigende Rohstoffpreise und die sich abschwächende Konjunktur die Unternehmensgewinne mehr belasten werden, als bisher erwartet.



Die Lieblingswerte der Anleger entpuppen sich nach und nach als Sorgenkinder. Lucent Technologies, Motorola, AT&T, Yahoo, Intel und Cisco - diese Schwergewichte notieren auf 52-Wochentiefs. Insgesamt notieren mittlerweile fast 500 Nasdaq-Werte auf neuen Jahrestiefständen!



Die Werte von Telekommunikationsausrüstern gerieten nach einer Gewinnwarnung von Lucent Technologies unter Druck. Der Jahresgewinn pro Aktie wird rund zehn Prozent niedriger liegen als ursprünglich erwartet und auch der Ausblick auf das nächste Geschäftsjahr sieht nicht allzu rosig aus. Gerade im wichtigen Glasfasergeschäft hat Lucent gegenüber dem großen Konkurrenten Nortel das Nachsehen. Abstufungen durch Investmenthäuser taten ihr Ubriges und brachten die Investoren dazu, die Aktie zu verkaufen.



Dow Jones-Wert General Electric konnte gute Quartalszahlen ausweisen. Doch manchmal ist gut nicht gut genug. Zwar legte das Unternehmen abermals gute Umsatz- und Gewinnzahlen vor, doch die Anleger zeigten sich dennoch enttäuscht. Der Grund: In der Vergangenheit war es General Electric vermehrt gelungen, die Analystenerwartungen in hohem Maße zu übertreffen. Diese Hoffnung wurde diesmal enttäuscht, obwohl die Erwartungen erfüllt wurden.



Yahoo

war zur Wochenmitte der großer Verlierer an der Nasdaq. Das weltgrößte Internetportal hatte bereits am Dienstag nach Börsenschluss seine Quartalszahlen veröffentlicht. Am Mittwoch brachte der Wert die Technologiebörse ins Straucheln.



AOL und Time Warner gingen trotz der Fusionsgenehmigung in Europa geschwächt aus dem Rennen gegangen. Nach wie vor ist es ungewiss, ob auch die US-Wettbewerbshüter ihre Zustimmung zu der Fusion geben werden.



Motorola

setzte mit einer Gewinnwarnung für das laufende vierte Quartal den Mobiltelefonsektor unter Druck. Die Aktie verbilligte sich deutlich.

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