„Zeichen bald auf Streik“
Metaller-Proteste in Bayern und NRW

Beschäftigte der Metall- und Elektrobranche haben sich am Donnerstag in Bayern und Nordrhein- Westfalen in die Forderung nach 6,5 % mehr Geld eingereiht. Nach Einschätzung von Bayerns IG Metall-Chef Werner Neugebauer steuern die Arbeitgeber mit ihrer unnachgiebigen Haltung direkt auf einen Streik zu.

dpa NÜRNBERG/SOLINGEN. Zehntausende Auch in Thüringen war für den Nachmittag eine zentrale Kundgebung vorgesehen. Für diesen Freitag plant die IG Metall auch Warnstreiks in Baden-Württemberg, unter anderem beim Audi-Werk Neckarsulm.

Die IG-Metall fordert 6,5 % mehr Lohn und Gehalt, die Arbeitgeber bieten 2 %. Bundesweit arbeiten rund 3,6 Millionen Menschen in der Metall- und Elektrobranche.

Nach Angaben der IG Metall legten bei Warnstreiks in Bayern bis zum Vormittag die Mitarbeiter von 54 Betrieben ihre Arbeit nieder. Aktionen in weiteren 18 Betrieben waren für den Nachmittag und Abend geplant. Insgesamt hatte die Gewerkschaft allein am Morgen rund 20 000 Beschäftigte im Freistaat zu Warnstreiks aufgerufen.

Im westfälischen Herford sammelten sich mehr als 2 000 Mitarbeiter aus 20 Betrieben der Region zu einer Kundgebung. 4 000 Menschen verließen im Raum Solingen und Remscheid ihre Arbeitsplätze. In Thüringen rief die IG Metall für den Nachmittag in Erfurt zu einer Demonstration auf.

Sollten die Arbeitgeber zu keinen weiteren Zugeständnissen bereit sein, seien vom 20. April an die Zeichen auf Streik gestellt, sagte der Bezirksleiter Neugebauer bei einem Warnstreik in Nürnberg.

An diesem Freitag sollen in Baden-Württemberg die Mitarbeiter des Audi-Werks Neckarsulm und des Heilbronner Werkzeugbauers Läpple ihren Arbeitsplatz eineinhalb Stunden vor ihrem Schichtende verlassen. Die Gewerkschaft rechnet mit der Teilnahme von 10 000 Beschäftigten. Die Aktionen sollen gegen Mittag beginnen. Audi in Neckarsulm hat rund 13 600 Beschäftigte. Bei Läpple arbeiten etwa 1 600 Menschen.

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