Zeichen der Erholung bei Nutzfahrzeugen
Autobauer halten sich mit Exporten über Wasser

Die deutsche Autowirtschaft muss angesichts der anhaltend schwachen Inlandsnachfrage weiter auf ihre Exportstärke setzen.

Reuters FRANKFURT. Beinahe drei Viertel aller in Deutschland produzierten Fahrzeuge werden mittlerweile im Ausland verkauft, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Die Bestellungen aus dem Inland brachen hingegen im Januar um neun Prozent ein. Auch die Zahl der Neuzulassungen ging im Vergleich zum Vorjahresmonat erneut zurück.

"Die anhaltende gesamtwirtschaftliche Schwäche, weiter steigende Arbeitslosigkeit sowie erheblich höhere Belastungen durch gestiegene Sozialversicherungsbeiträge und kräftig anziehende Kraftstoffpreise - nicht zuletzt aufgrund der fünften Stufe der Öko-Steuer - bremsen weiterhin die Konsumnachfrage der Haushalte", hieß es beim VDA mit Blick auf das Inlandsgeschäft. Hinzu kämen Verunsicherungen durch die Irak-Krise und die mögliche Anhebung der Firmenwagensteuer.

Wie es hieß, wurden in Deutschland im Januar mit rund 237 000 Personenwagen drei Prozent weniger Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahresmonat. Dabei büßten die 2002 noch gegen den Trend recht erfolgreichen ausländischen Marken ebenfalls ein. Die Produktion nahm indes um ein Prozent auf 410 800 Pkw und Kombi zu.

Als Stütze der deutsche Automobilwirtschaft erwiesen sich abermals die Exporte, die um drei Prozent auf 301.000 Wagen zunahmen. Damit habe sich die Ausfuhrquote der deutschen Hersteller auf mehr als 73 Prozent erhöht, hieß es. Bereits im vergangenen Jahr seien nur noch drei von zehn Wagen in Deutschland abgesetzt worden, berichtete der VDA.

Der Automobilverband erwartet nach bisherigen Angaben in diesem Jahr einen etwas schwächeren bis bestenfalls stagnierenden deutschen Automarkt, nachdem sich die Branche bereits im vergangenen Jahr leicht rückläufig entwickelt hatte.

Zeichen der Erholung zumindest bei Produktion und Exporten zeigten indes im Januar die Nutzfahrzeughersteller. Allerdings gingen auch hier die Neuzulassungen in Deutschland um vier Prozent auf 19 600 Einheiten zurück. Entgegengesetzt entwickelte sich der Bus-Markt, dessen Exporte um 31 Prozent einbrachen, während der Inlandsabsatz um immerhin acht Prozent zunahm.

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