Zeichnung vom 20. bis 23. November
Börsenkandidat Paragon will internationaler werden

Reuters FRANKFURT. Die Paragon AG will mit einem Teil des Erlöses aus ihrem für den 29. November geplanten Gang an den Neuen Markt ihre Internationalisierung finanzieren. Insbesondere nach Asien und in die USA wolle das Unternehmen expandieren, sagte Vorstandssprecher Klaus Dieter Frers in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.Unter Führung der GZ-Bank will der Sensorhersteller vom 20. bis zum 23. November 1,345 Mill. Aktien zum Kauf anbieten, von denen eine Million aus einer Kapitalerhöhung stammen. Ein Greenshoe ist den Angaben nach nicht vorgesehen.

Das vor zwölf Jahren gegründete Unternehmen entwickelt und produziert Frers Worten zufolge im Geschäftsbreich "Electronic Services" elektronische Geräte und Bauteile im Auftrag von Industriekunden. Seit sieben Jahren erstelle Paragon zudem im Geschäftsfeld "Sensor Products" auch eigene Produkte wie Gas-, Positions- oder akustische Sensoren, sagte Frers. Die Produkte basierten auf Technologien, die sich in ganz verschiedenen Branchen einsetzen ließen, Hauptanwendungsbreich sei aus derzeitiger Sicht jedoch die Autoindustrie. Kunden seien Firmen wie Adva, Siemens, Draeger oder die französische Group Schneider.

Frers zufolge erlöste Paragon im vergangenen Jahr im Bereich Electronic Sevices neun Mill. Euro und fünf Mill. Euro im Sensorikbereich. Im laufenden Jahr solle sich der Anteil der Sensorikprodukte auf elf Mill. Euro mehr als verdoppeln, während der Electronic-Services-Bereich nur leicht wachsen werde. 2001 werde mit den Sensorikprodukten dann voraussichtlich bereits doppelt so viel umgesetzt wir mit den elektronischen Baugruppen.

Im Rahmen der Internationalisierung strebe Paragon nach Asien und in die USA, sagte Frers. Die bereits seit vier Jahren bestehende Kooperation mit dem südkoreanischen Autoelektronikhersteller AEC solle in ein Joint Venture ausgedehnt werden. In den USA, wo Paragon bereits eine Tochtergesellschaft habe, seien zudem Akquisitionen geplant. Der Emissionserlös solle aber auch zur Stärkung der Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und zum Aufbau neuer Vertriebskanäle verwendet werden. Darüber hinaus wolle Paragon "selektiv akquirieren", um sich den Marktzugang zu verschaffen und technologische Randbereiche zu eröffnen.

Im laufenden Geschäftsjahr rechnet Paragon nach Worten des Vorstandschefs mit einem Umsatzzuwachs auf 20,4 Mill. Euro nach 14,1 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde sich auf 1,2 (0,4) Mill. Euro verdreifachen. Hiervon müssten die Kosten des Börsengangs jedoch noch abgezogen werden.

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