Zeichnungsfrist beginnt am 02. August
MacroPore plant Wirbelsäulen-Implantate

vwd FRANKFURT. MacroPore entwickelt und produziert resorbierbare Implantate für die Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Die Produkte des US-Unternehmens mit Sitz in San Diego basieren auf Polymilchsäure, die vom menschlichen Körper vollständig über den Stoffwechsel abgebaut wird. Für die Patienten bedeutet das, dass sie nicht über einen längeren Zeitraum mit einem Fremdkörper leben müssen und den Knochen kein Calcium entzogen wird, wie das bei vergleichbaren nicht resorbierbaren Implantaten der Fall ist.

Derzeit bietet MacroPore, das 1996 vom Vorstandsvorsitzenden Christopher Calhoun gemeinsam mit den Chirurgen Ralph Holmes und Stefan Lemperle gegründet wurde, drei Produkte an. Das wichtigste davon ist laut HSBC eine Schutzplatte, die die Heilung von Knochendefekten ermöglicht und in Europa zur Anwendung im gesamten Skelett kommt. Zudem engagiert sich das Unternehmen in der Forschung und Entwicklung und arbeitet derzeit an 14 nicht näher bezeichneten neuen Produkten. Da der Markt für Gesichtschirurgie mit einem Volumen von etwa 250 Mill. $ relativ klein ist und auch andere Wettbewerber resorbierbare Produkte anbieten, will MacroPore in Zukunft ihre Technologie auch für Wirbelsäulenimplantante und allgemeine orthopädische Anwendungen einsetzen. Das Unternehmen schätzt das Volumen des potenziellen Marktes auf zirka 3 Mrd $.

Dieser Unternehmenswandel soll durch die Erlöse des Börsengangs finanziert werden. Da die Entwicklung neuer Produkte sehr kostspielig ist, soll über die Hälfte der Mittel aus dem Börsengang in Forschung und Entwicklung gesteckt werden. Darüber hinaus wird ein beachtlicher Teil des Geldes in die Finanzierung von Marketingmaßnahmen fließen. Wichtigste Zielgruppe hierbei sind Chirurgen, die in der Regel die Entscheidung über das zu verwendende Implantat treffen. Daneben soll auch der Bekanntheitsgrad der Produkte von MacoPore bei den Patienten gesteigert werden.

1999 belief sich der Umsatz von MacroPore laut HSBC auf 1,5 Mill. $. Für das laufende Geschäftsjahr wird bereits ein Wert von 12,5 Mill. $ erwartet. 2004 soll sich der Umsatz bereits auf über 200 Mill. $ belaufen. Im vergangenen Jahr wurde ein negatives Betriebsergebnis von 4,5 Mill. $ erzielt. Gewinne will MacroPore ab 2002 ausweisen. MacroPore wird voraussichtlich ab dem 10. August am Neuen Markt in Frankfurt gelistet. Der Börsengang umfasst sowohl eine Aktienemission von 3,5 Mill. Anteilsscheinen als auch 406 955 Aktien aus dem Besitz von Altaktionären. Eine Mehrzuteilungsoption von 531 852 Aktien ist ebenfalls vorgesehen. Alle Aktien sind Stammaktien.

Die Bookbuildingspanne wurde auf 12 bis 15 Euro festgelegt. Die Zeichnungsfrist beginnt am 2. August und endet am 7. August. Der Emissionspreis wird am 9. August veröffentlicht. Dem Konsortium unter der Führung von Concord Effekten gehören HSBC Trinkaus & Burrkhardt, die Deutsche Apotheker- und Ärztebank und die A&A Actienbank an.

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