Zeichnungsfrist vom 23. bis 27. Oktober
Borussia Dortmund: Börsengang für 31.Oktober geplant

Der Fußball-Bundesligist will als erster Bundesligaverein noch in diesem Monat an die Börse gehen. Etwa 40 bis 60 % des Emissionserlöses sollen in vereinseigene Firmen - eine Sportartikelfirma, ein Reisebüro und ein Internetunternehmen - fließen.

dpa-AFX FRANKFURT. Der Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund wird als erster Bundesligaverein noch in diesem Monat an die Börse gehen. Wie Vereinspräsident Gerd Niebaum am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte, soll die BVB-Aktie am 31. Oktober erstmals an der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt werden. Die Preisspanne soll am 23. Oktober bekannt gegeben werden; Zeichnungsfrist ist dann vom 23. bis 27. Oktober. Niebaum erklärte, die Aktie solle "für jedermann erschwinglich sein".

Nach Angaben von Borussia Dortmund sollen etwa 40 bis 60 % des Emissionserlöses in vereinseigene Firmen - eine Sportartikelfirma, ein Reisebüro und ein Internetunternehmen - fließen. Mit Stärkung dieses Bereiches wolle der Verein die Abhängigkeit der Aktie vom sportlichen Erfolg verringern. Außerdem teilte der Verein mit, dass er seinen Anteil am Westfalenstadion von 46,2 auf 75 % erhöhen will. Die Fußball-Arena solle weiter modernisiert und ausgebaut werden. Mit den Erlösen sollten darüber hinaus auch neue Spieler gekauft werden; fünf bis zehn Prozent sollten in die Nachwuchsförderung fließen. Das Kerngeschäft bleibe der Profifußball, erklärte Niebaum.

Der Borussia-Präsident nannte den Börsengang einen "folgerichtigen und sinnvollen Schritt", wenn ein Verein wie Borussia Dortmund auch in den nächsten fünfzehn Jahren den Fußball in Deutschland und Europa mitprägen wolle. Wachstumschancen sehe er durch steigende Einnahmen im Sponsoring, Merchandising und insbesondere in der Verwertung von Fernsehübertragungsrechten.

Zum Konsortialführer des Börsengangs hat der Verein die Deutsche Bank auserkoren. Außerdem sind die Investmentbank Dresdner Kleinwort Benson, die Westdeutsche Landesbank und die WGZ-Bank am Bankenkonsortium beteiligt. Borussia Dortmund hatte bereits im November vergangenen Jahres mit einer Umwandlung des wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) den Weg für einen Gang an die Börse geebnet. Der Börsengang des Klubs hatte sich nach einer sportlichen Talfahrt in der vergangenen Saison verzögert. Derzeit ist Borussia Dortmund Tabellendritter in der Bundesliga.

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