Zeit wird knapp
Lufthansa-Tarifstreit: Unklarheit über weitere Verhandlungen

Ein erneuter Streik der Lufthansa-Piloten am Donnerstag wird immer wahrscheinlicher. Ob die Verhandlungen über höhere Gehälter für die Lufthansa-Piloten heute fortgesetzt werden, war am Morgen noch unklar.

dpa FRANKFURT/MAIN. Die Lufthansa lehnte eine Stellungnahme dazu erneut ab. «Kein Kommentar», hieß es aus der Konzernzentrale. Der Sprecher der Pilotenvereinigung Cockpit, Georg Fongern, hatte am Dienstagabend gesagt, die Verhandlungen an einem geheim gehaltenen Ort seien «in einer kritischen Situation». Weitere Einzelheiten zum Stand der Tarifgespräche nannte Fongern nicht.

Damit wird die Zeit bis zu einem möglichen neuen Streik an diesem Donnerstag knapp. Beide Seiten haben seit Montag verhandelt, ohne dass Anzeichen für einen Durchbruch bekannt wurden. Falls es keine Einigung gibt, wollen die Piloten zum zweiten Mal für 24 Stunden streiken. Am vorigen Donnerstag waren beim ersten ganztägigen Pilotenstreik mehr als 900 Flüge ausgefallen.

Es ist unklar, ob die Lufthansa angesichts des drohenden Ausstands ein höheres Angebot vorgelegt hat. Die Pilotenvereinigung Cockpit verlangt für die 4200 Piloten und Copiloten Einkommensverbesserungen von durchschnittlich mehr als 30 Prozent. Das letzte bekannt gewordene Lufthansa-Angebot sieht eine Steigerung von durchschnittlich 10,6 Prozent im Grundgehalt plus eine Ergebnisbeteiligung von zwei Monatsgehältern für 2001 vor.

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