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Zeitung: Londoner Börsenrebellen drohen mit Absetzung des LSE-Chefs

Viele Aktionäre seien "sauer" und fühlten sich von der LSE-Führung "im Stich gelassen", sagte Winterflood, Chef von Winterflood Securities.

dpa-afx LONDON. Der Londoner Börse (London Stock Exchange/LSE) steht wegen der geplanten Fusion mit der Deutsche Börse AG an diesem Donnerstag eine stürmische Hauptversammlung bevor. Nach einem Bericht der "Sunday Times" haben Gegner der Börsenfusion damit gedroht, LSE-Chef Don Cruickshank abzusetzen. Der Börsen-Vorsitzende hält trotz des feindlichen Übernahmeangebots durch die schwedische OM Gruppe an der geplanten Zusammenlegung der Börsen in London und Frankfurt fest.

Nach Einschätzung von Brian Winterflood, Chef von Winterflood Securities, dürften LSE-Aktionäre - darunter viele kleine Makler - die Versammlung zum Anlass nehmen, Cruickshank und LSE-Geschäftsführer Gavin Casey abzuwählen. Viele Aktionäre seien "sauer" und fühlten sich von der LSE-Führung "im Stich gelassen", sagte Winterflood der Zeitung.

Andere Aktionäre äußerten sich zurückhaltender. Zwar gebe es Unmut gegen die beiden Chefs, aber ein Ersatz für sie bei der täglichen Arbeit sei schwer zu erkennen. Michael Spencer, Chef des viertgrößten LSE-Aktionärs Garban Intercapital, befürwortete ebenfalls den Abgang von Cruickshank. Er sei zu keinem Zeitpunkt von der LSE über die geplante Fusion mit Frankfurt zu Börse iX informiert worden, klagte Spencer. "Wir haben kein Vertrauen in das Management-Team", wurde ein weiterer Börsenrebell zitiert.

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