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Zeitung: "Schuh-Attentäter" kam aus Amsterdam

Der Mann, der kurz vor Weihnachten mit "Sprengstoff- Schuhen" ein Attentat auf ein US-Flugzeug begehen wollte, ist nach französischen Presseberichten aus Amsterdam über Brüssel nach Paris gereist, wo er die Maschine der American Airlines bestieg.

dpa PARIS. In der niederländischen Hauptstadt seien Richard Reid die "Sprengstoff-Schuhe" ausgehändigt worden, schrieb die Zeitung "Le Parisien", die sich auf französische Untersuchungsbeamte berief.

In Belgien habe er sich einen neuen Pass ausstellen lassen, "um die Spuren seiner früheren Reisen nach Ägypten zu verwischen". Der verhinderte Attentäter sei im Juli als "Vorbereitung" mehrmals mit der israelischen Fluggesellschaft "El Al" geflogen, weil diese für ihre scharfen Kontrollen bekannt sei.

Am 16. Dezember sei er von Amsterdam aus mit dem Zug nach Paris gereist, wo er sein Flugticket nach Antigua über Miami für 13 000 Francs (3700 DM/1980 Euro) bar bezahlt habe. Der Mann habe vier Tage in Paris verbracht. Da jedoch keine Spuren von Hotelaufenthalten gefunden wurden, vermutet die Polizei, dass er vielleicht bei Komplizen Unterkunft gefunden hat.

Reid war in Boston inhaftiert worden. Er hatte am vergangenen Samstag an Bord einer Boeing 767 der American Airlines auf dem Flug von Paris nach Miami versucht, in seinen Schuhen verborgenen Sprengstoff mit einem Streichholz zu entzünden.

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