Zeitung veröffentlicht letzte Worte von WTC-Opfer
"Wir sitzen fest, es gibt kein Entkommen"

Einen erschütternden Augenzeugenbericht eines Opfers des Anschlags auf das New Yorker World Trade Center hat die kolumbianische Zeitung "El Tiempo" veröffentlicht. "Wir sitzen in der 103. Etage fest, es gibt kein Entkommen, alles ist voller Rauch", berichtete der Kolumbianer Wilder Gomez Piedrahita per Handy seinem Bruder in Calí, wie die Zeitung am Dienstag (Ortszeit) vorab meldete.

afp BOGOTÁ. Dessen Bruder Walter rief den Kellner in einem Restaurant des World Trade Centers auf seinem Mobiltelefon an, nachdem er die Nachricht von dem Anschlag hörte. Dabei bekam er Niederschlagendes zu hören: "Die Rettungskräfte können uns nicht erreichen", wiederholte Wilder Gomez immer wieder, bis das Gespräch abrupt abbrach. Kurz darauf stürzte das mehr als 400 Meter hohe Gebäude ein.

Laut "El Tiempo" arbeitete der 38-jährige Kellner normalerweise Nachtschicht, am Unglückstag hatte sein Chef ihn jedoch gebeten, ausnahmsweise bereits am Morgen anzufangen. Erst am Montag hatte Wilder Gomez seine Angehörigen in Kolumbien angerufen und verkündet, dass sein Arbeitsvertrag im WTC um ein halbes Jahr verlängert wurde.

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