Zeitungsbericht
100 palästinensische Selbstmordattentäter seit 1993

Seit Beginn des israelisch-palästinensischen Friedensprozesses vor acht Jahren haben sich 100 palästinensische Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt und dabei Hunderte von Menschen getötet.

dpa TEL AVIV. Die israelische Zeitung "Haaretz" schrieb am Montag, der 17-jährige Täter bei dem jüngsten Anschlag in Nord-Israel sei der 100. Selbstmordattentäter seit 1993. Der Attentäter, der am Sonntag einen Israeli mit sich in den Tod riss, gehörte der radikalen palästinensischen Gruppe Islamischer Dschihad an.

30 der Attentäter waren seit Beginn des palästinensischen Aufstands Intifada vor gut einem Jahr im Einsatz. Von den 100 Angreifern wurden 75 bei Anschlägen getötet; an einigen Anschlägen waren mehr als ein Selbstmordattentäter beteiligt. Die 25 Selbstmordattentäter, die nicht bei der Tat starben, wurden entweder vor dem Anschlag von Sicherheitskräften abgefangen oder festgenommen, nachdem ihre Sprengsätze nicht detoniert waren.

66 der Attentäter waren Mitglieder der radikalen Gruppe Hamas, 34 gehörten dem Islamischen Dschihad an. Zwei Drittel waren zwischen 17 und 23 Jahre alt, und die Mehrzahl der übrigen Attentäter war unter 30. Die meisten Attentäter hatten eine überdurchschnittliche Schulbildung.

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