Zeitungsbericht
Außenminister Peres dementiert "Massaker"-Äußerung

Der israelische Außenminister Schimon Peres hat die ihm zugeschriebene Äußerung, in der Stadt Dschenin habe ein "Massaker" stattgefunden, dementiert.

dpa JERUSALEM. Eine Sprecherin seines Ministeriums sagte am Dienstag, Peres habe sich vielmehr besorgt darüber geäußert, dass palästinensische Propaganda das Vorgehen der israelischen Truppen in Dschenin als "Massaker" darstellen könnten.

Die israelische Zeitung "Haaretz" hatte berichtet, Peres selbst habe mit Blick auf hunderte von Toten in Dschenin von einem "Massaker" gesprochen. Angesichts der Opfer müsse weltweit mit heftigen anti-israelischen Reaktionen gerechnet werden, wurde Peres zitiert. Seine Sprecherin sagte, Peres sei "völlig verzerrt" wiedergegeben worden.

Die Zeitung zitierte zudem einen israelischen Offizier, der den Streitkräften vorwarf, "Häuser mit Bulldozern platt zu machen und schreckliche Zerstörung anzurichten". "Wenn die Welt die Bilder dessen sieht, was wir dort angerichtet haben, wird es unserem Ruf schrecklichen Schaden zu fügen", sagte der Offizier. "Wie viele gesuchte Männer wir auch in dem Lager töten und wie viel von der Infrastruktur des Terrors wie entdecken und dort zerstören, es rechtfertigt immer noch nicht das Ausmaß der Zerstörung, die wir angerichtet haben."

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