Zeitungsbericht bestätigt
Triebwerkshersteller MTU will 350 Stellen streichen

Der Triebwerkshersteller MTU Aero Engines will auf Grund der aktuellen Krise in der Luftfahrtindustrie rund 350 Stellen streichen. Betroffen seien Arbeitsplätze in München, sagte ein Sprecher am Mittwoch in München. Der Stellenabbau habe nichts mit den Verkaufsgerüchten um die Daimler-Chrysler-Tochter zu tun.

HB/dpa MÜNCHEN. Vom ersten Stellenabbau seit fünf Jahren seien Arbeitsplätze in der Produktion und vor allem in der Verwaltung betroffen, sagte der MTU-Sprecher. Derzeit werde mit dem Betriebsrat über die Art des Abbaus verhandelt. Die Stellenstreichungen würden sich vermutlich bis Ende 2004 hinziehen.

MTU verzeichnete im vergangenen Jahr nach fünf Rekordjahren 2002 zum ersten Mal wieder einen Umsatzrückgang um elf Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Seitdem habe sich vor allem durch die Lungenkrankheit Sars die Situation weiterhin verschärft. "Das ist die schlimmste Krise, welche die Luftfahrt jemals erlebt hat", sagte der Sprecher. Derzeit beschäftigt der Triebwerkshersteller insgesamt rund 8 400 Mitarbeiter, 5 900 davon in München.

Seit Monaten sind Spekulationen über eine Konsolidierung in der Luftfahrtindustrie in vollem Gange. Auslöser waren die Verkaufspläne des Fiat-Konzerns für seine Tochter Fiat Avio, die von der US- Investmentgesellschaft Carlyle übernommen werden soll. Denkbar ist den Spekulationen zufolge eine Zusammenarbeit von Fiat Avio und MTU unter der Regie von Carlyle. Daimler-Chrysler bestätigte lediglich, dass in Sachen MTU derzeit Verkaufsmöglichkeiten geprüft und gegebenenfalls mit Nachdruck verfolgt würden.

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