Zeitungsbericht
British Airways nimmt Deutsche BA unter die Lupe

Seit zehn Jahren schreibt die Tochtergesellschaft der britischen Fluglinie schon Verluste. Langsam wird die Mutter offenbar ungeduldig.

Reuters MÜNCHEN. Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) nimmt derzeit ihre verlustträchtige Tochtergesellschaft Deutsche BA genau unter die Lupe. "BA beobachtet uns im Moment ganz besonders, nachdem wir im zehnten Jahr unseres Bestehens immer noch Verluste schreiben", sagte eine Sprecherin der Deutschen BA am Montag in München. Zu möglichen Konsequenzen aus der Überprüfung wollte sie aber keine Stellung nehmen. "Unser Stand ist: Alles bleibt, wie es war. Es liegt aber alles im Ermessen von British Airways", ergänzte sie. Die Londoner Sonntagszeitung "Sunday Business" hatte berichtet, die interne Prüfung könne in den Verkauf oder die Schließung der Deutschen BA münden.

Im Geschäftsjahr 2000/01 (zum 31. März) habe die Deutsche BA ihren Verlust leicht verringert, sagte die Sprecherin. Der starke Dollar und gestiegene Kerosinpreise hätten das Ergebnis aber belastet. Genaue Zahlen weist das Unternehmen nicht aus. Dem Zeitungs-Bericht zufolge hatte sich die BA-Führung besorgt über die steigenden Verluste bei der Deutschland-Tochter gezeigt. Bei BA selbst war der operative Gewinn im ersten Quartal um die Hälfte eingebrochen.

Die Deutsche BA, die sich bei ihrer Gründung vor zehn Jahren als inländische Konkurrenz zur Lufthansa positioniert hatte, war nur einmal nahe an die Gewinnschelle gekommen, hat aber noch nie schwarze Zahlen geschrieben. "Wir sind bestrebt, unsere Wirtschaftlichkeit zu verbessern", sagte die Sprecherin weiter. 2000/01 hatte die Deutsche BA nach eigenen Angaben wie im Vorjahr 3,3 Mill. Fluggäste befördert, der Sitzladefaktor ging aber auf 57 von 60 % zurück. Der Umsatz sei auf 343,3 (324,7) Mill. Euro gestiegen.

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