Zeitungsbericht
Eon will offenbar Tochter VAW an Investor verkaufen

Damit setzt Eon-Chef Hartmann die Konzentration auf das Energiegeschäft fort. Angeblich stammt der Kaufinteressent aus dem angelsächsischen Raum.

rtr FRANKFURT. Der Düsseldorfer Mischkonzern Eon will einem Zeitungsbericht zufolge seine Tochtergesellschaft VAW Aluminium in den kommenden Wochen an einen internationalen Finanzinvestor verkaufen. Der Wert für die Bonner VAW bewege sich nach aktuellem Stand in einer Spanne zwischen 2,23 und 2,55 Mrd. ?, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Hinzu kämen Finanzschulden von 0,47 Mrd. ?. Damit liege der Gesamtpreis für VAW bei maximal drei Mrd. ?.

Die Verhandlungen befänden sich in einem fortgeschrittenen Stadium, schreibt das Blatt weiter. Mit dem Investor, der dem Vernehmen nach aus dem angelsächsischen Raum stamme, würden exklusive Gespräche geführt.

VAW gehört mit 3,44 Mrd. ? Umsatz zu den größten Aluminiumherstellern der Welt. Mit dem Verkauf der Tochter würde Eon-Chef Ulrich Hartmann die angestrebte Konzentration auf das Energiegeschäft fortsetzen. Die Verträge sollten Anfang 2002 unterzeichnet werden, da dann die Erträge aus Beteiligungsverkäufen steuerfrei seien, heißt es in dem Bericht. Der Vorstand von VAW und die Arbeitnehmervertreter seien mit einer Übernahme durch eine internationale Risikokapitalfirma ebenfalls einverstanden. Ein Investor habe an einer Zerschlagung von VAW kein Interesse, heißt es. Das Unternehmen solle in den kommenden Jahren als schlagkräftiges Ganzes an die Börse gebracht werden. Eon wollte die Gerüchte nicht kommentieren, schreibt das Blatt weiter.

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