Zeitungsbericht
Kinowelt-Geschäft mit ZDF droht zu scheitern

Die Tageszeitung "Die Welt" berichtete, der öffentlich-rechtliche Sender ZDF erwäge, aus dem Geschäft mit Kinowelt über den Kauf von 40 Filmen auszusteigen.

dpa MÜNCHEN. Die Kinowelt AG wollte zu dem Bericht keine Stellungnahme abgeben. Der genannte Preis für das Filmpaket treffe jedoch nicht zu, sagte eine Sprecherin. Beim ZDF hieß es lediglich, die Gespräche mit der Kinowelt AG dauerten noch an. "Da ist noch nichts in trockenen Tüchern", so ein Sprecher.

Der Verkauf zum geschätzten Preis von 40 Mill. DM (20,45 Mill. Euro) war bereits im Juni vereinbart worden. Der Aktienkurs des gebeutelten Unternehmens gab am Dienstag zwischenzeitlich um weitere 5,5 % auf 0,51 Euro nach.

Kinowelt soll allerdings bisher nicht die Verfügbarkeit an den Filmen nachgewiesen haben. Geschehe dies nicht bald, werde sich der Sender nach anderen Angeboten umsehen. Darüber hinaus sei der Vertrag mit der Kinowelt noch nicht rechtskräftig unterschrieben. Die Filme, darunter der Bestseller "Matrix", sollten den ursprünglichen Planungen zufolge vom nächsten Jahr an gesendet werden.

Bereits am Montag hatte es in Medienberichten geheißen, der einstige Börsenstar Kinowelt wolle seine drohende Pleite durch die Rückgabe eines Filmpaketes im Wert von 500 Mill. DM an das Hollywood-Studio Warner Brothers abwenden. Lediglich die für ARD und ZDF vorgesehenen Filme sollten behalten werden. Kinowelt hatte das Paket vor rund zwei Jahren ersteigert. Ob sich Warner Brothers auf die Rücknahme einlasse, sei aber noch offen.

In seinem Halbjahresbericht Ende August hatte das Unternehmen eingeräumt, dass das Überleben der Firma derzeit nicht sicher gestellt sei. In den ersten sechs Monaten war ein Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 161,9 Mill. Euro angefallen. Der Umsatz fiel um 6,2 % auf 118,6 Mill. Euro. Im Vorjahreszeitraum war noch ein Ebit von 50,6 Mill. Euro (98,96 Mill. DM) erwirtschaftet worden.

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