Zeitungsbericht
Prodi: Euro könnte Kurstief überwunden haben

Der Euro könnte nach den Worten von EU-Kommissionspräsident Romano Prodi sein Kurstief zum Dollar bereits hinter sich haben

Reuters FRANKFURT. "Ich meine, dass der Euro-Kurs seinen Tiefpunkt erreicht oder sogar schon überschritten hat", zitiert die "Berliner Zeitung" Prodi in ihrer Montagsausgabe. Mit Blick auf die weitere Kursentwicklung sagte der EU-Politiker einen Anstieg der Gemeinschaftswährung voraus: "Ich glaube nicht, dass der Euro auf Dauer so schwach bleibt." Er fügte angesichts hoher Defizite in der Leistungsbilanz der USA seit vielen Jahren hinzu: "Der Euro sollte steigen und das wird er auch tun."

Nach den Anschlägen am 11. September in den USA hatte der Euro zunächst deutlich an Boden zum Dollar gut gemacht. Zuletzt sei er aber wie die meisten wichtigen Währungen unter Druck geraten, weil viele Anleger in Krisenzeiten auf den Schweizer Franken setzten, hatten Analysten die Schwankungen erklärt.

Das Zinsniveau in der Euro-Zone bezeichnete Prodi als niedrig. Die Arbeitslosigkeit sei gesunken , allerdings nicht in den vergangenen Monaten. "Wir wollten niedrige Zinsen - wir haben sie. Wir wollten die Arbeitslosigkeit senken - auch das ist, mit Ausnahme dieser letzten Monate geschehen", sagte der Kommissionspräsident.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte eine Woche nach den Anschlägen die Leitzinsen in der Euro-Zone überraschend um 50 Basispunkte auf 3,75 % im Schlüsselzins gesenkt.

Mit Blick auf die Einführung des Euro-Bargelds am 1. Januar 2002 mahnte Prodi, aufmerksam auf mögliche verdeckte Preiserhöhungen zu achten: "Die Bürger und die Behörden werden aufpassen müssen."

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