Zeitungsbericht über Expertengutachten
Heizlüfter soll Kaprun-Katastrophe ausgelöst haben

Ein defekter und nicht für den Einbau in der Unglücksbahn zugelassener Heizlüfter soll die Brandkatastrophe im vergangenen Jahr am Kitzsteinhorn ausgelöst haben. Dies berichtete die "Neue Kronen Zeitung" in ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf deutsche Gutachter. Der Inhalt der Expertisen wird am kommenden Donnerstag am Salzburger Landesgericht bekannt gegeben.

ap WIEN. Der Lüfter hätte in dieser Bahn gar nicht verwendet werden dürfen und sei auch von der Betreiberfirma, der Kaprun AG, so nicht bestellt worden, heißt es in dem Artikel. Nachdem der Ventilator ausgefallen war, habe das Gerät überhitzt. Als das Gerät Feuer fing, sei auch eine Kunststoff-Zuleitung der Hydrauliksystems in Brand geraten.

Eine Versuchsreihe in einem deutschen Spezialinstitut zeigte der Zeitung zufolge, dass brennendes Hydrauliköl mit einem Druck von 190 bar in den Führerstand geschossen sei. Dadurch seien auch andere Systeme wie der Mechanismus zur Türöffnung ausgefallen, die Passagiere hätten in der Falle gesessen.

Fehler bei Wartung oder Betrieb sollen laut Zeitungsartikel nicht vorgelegen haben. Wer für den Einbau des fehlerhaften Lüfters verantwortlich zu machen sei, müssten die Gerichte klären, heißt es weiter. Offizielle Stellen wollten sich zu dem Bericht zunächst nicht äußern. Bei dem Brand in der Kapruner Gletscherbahn kamen am 11. November 155 Menschen ums Leben, darunter 37 deutsche Urlauber.

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