Zeitungsbericht
Zetsche verordnet Chrysler radikales Sparprogramm

Die angeschlagene US-Tochter von Daimler-Chrysler soll die Kosten in den kommenden fünf Jahren um fast 40 Prozent reduzieren.

Reuters LONDON. Die angeschlagene Daimler-Chrysler-Tochter Chrysler will nach einem Zeitungsbericht die Ausgaben in den kommenden fünf Jahren um fast 40 % reduzieren. Wie die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf nichtveröffentliche Unternehmensdaten berichtete, sollen damit 18 Mrd. $ (etwa 40,5 Mrd. DM) eingespart werden. Die jährlichen Investitionsmittel der US-Tochter des Konzerns sollen dem Blatt zufolge von jährlich 9,5 auf 6 Mrd. $ gekürzt werden. Chrysler-Präsident Dieter Zetsche bestätigte in einem Interview der Zeitung, dass es Kürzungen geben werde, machte jedoch keine näheren Angaben dazu. "Die Grundidee ist eindeutig, die Ausgaben zu reduzieren, aber das bedeutet nicht, dass wir irgendetwas Substanzielles im Produktbereich aufschieben werden", sagte Zetsche dem Blatt.

DaimlerChrysler hatte im Februar ein milliardenschweres Sanierungsprogramm für Chrysler vorgelegt, das den Abbau von 26 000 der 125 000 Arbeitsplätze und Einsparungen bei den Materialkosten vorsieht. Zudem sollen Kosten gesenkt werden durch eine Plattformstrategie mit dem japanischen Partner Mitsubishi sowie durch die Verwendung von Komponenten von Mercedes. Die hohe Verluste schreibende US-Tochter soll 2002 wieder schwarze Zahlen schreiben und 2003 mehr als zwei Mrd. Euro Gewinn erwirtschaften.

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