Zeitungsinterview
Schröder kritisiert Absage der FDP an Ampel-Koalition

Die Liberalen könnten sich nicht dem Votum der Wähler entziehen, meint der Kanzler.

rtr DÜSSELDORF. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Ankündigung der FDP kritisiert, nach der Bundestagwahl am 22. September für eine Ampelkoaltion mit SPD und Grünen nicht zur Verfügung zu stehen.

Schröder sagte der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post", wer derartige Koalitionen "durch welche Beschlüsse auch immer auszuschließen versucht, der macht keine vernünftige Politik". "Wenn am 22. September ein Wahlergebnis zu Stande käme, das dem einen oder anderen nicht passt, kann man ja nicht sagen: Liebes Volk, du hast dich leider geirrt, versuch's nochmal", sagte Schröder weiter.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Wolfgang Gerhardt, bekräftigte in der Zeitung: "Eine Ampel-Koalition kommt für die FDP nicht in Frage." Dies werde die FDP auch auf ihrem Parteitag deutlich machen. In der Fernsehsendung "Vorsicht!Friedman" sagte Gerhardt nach Angaben des hessischen Rundfunks, wenn man politische Ziele nicht durchsetzen könne, bleibe man "aus Gründen der Glaubwürdigkeit schlicht in der Opposition".

Auch der Bundesgeschäftsführer der Grünen, Reinhard Bütikofer lehnte eine Ampelkoalition ab. "Wer sich in der Politik für Inhalte interessiert und nicht nur für Arithmetik, der sieht, dass es mit der FDP nicht geht", sagte Bütikofer der "Rheinischen Post". "In unseren Gremien war und ist das kein Thema."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%