Zeitungsredakteure sollten nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden
Verlage bieten freiwillige Gehaltserhöhungen

Im Tarifkonflikt für Zeitungsredakteure empfehlen die Arbeitgeber nach mehreren ergebnislosen Runden den Verlagen eine freiwillige Gehaltserhöhung ohne Einigung mit den Gewerkschaften. Die Verhandlungskommission werde empfehlen, trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage die Gehälter für die Redakteure vom 1. Dezember an um 2,1 Prozent zu erhöhen, teilte der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) am Montag nach der sechsten Verhandlungsrunde in Berlin mit. Über die Manteltarife wollen die Arbeitgeber erst später verhandeln.

HB/dpa BERLIN. "Wir geben diese Empfehlung, damit die Redakteure nicht von der allgemeinen Einkommensentwicklung abgekoppelt werden", sagte ein Sprecher. Bei den Gewerkschaften war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Tarifparteien konnten sich zuvor nicht auf einen Abschluss für die 15 000 Redakteure in Tageszeitungen einigen. Die Verleger hatten 2,1 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten vom 1. Dezember an sowie vier Leermonate von August bis Dezember 2002 angeboten. Der DJV forderte 5,5 Prozent mehr Gehalt, die Gewerkschaft ver.di strebte mindestens 3,4 Prozent an.

Die Einigung sei an der Haltung der Gewerkschaften zum Manteltarifvertrag gescheitert, erklärten die Arbeitgeber. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und Verdi hätten darauf bestanden, den im Juni gekündigten Manteltarifvertrag für ein weiteres Jahr wieder in Kraft zu setzen. Die Zeitungsverleger haben nach eigenen Angaben angeboten, die Verhandlungen dazu erst in der zweiten Jahreshälfte 2003 aufzunehmen. Eventuelle Neuregelungen sollten frühestens zum 1. Januar 2004 gelten.

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