Zeitungsverleger sind pessimistisch
Die Talfahrt geht weiter

Ein Ende der Krise auf dem Zeitungsmarkt ist nach Einschätzung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger nicht in Sicht.

ddp/vwd BERLIN. Die "größte Krise der letzten Jahrzehnte" sei aber keine Strukturkrise, sondern durch die konjunkturelle Lage bedingt, sagte der Präsident des Verbandes, Helmut Heinen, am Montag im Deutschlandradio Berlin. Die starken Umsatzeinbußen kämen durch die Anzeigenverluste zustande, und hier insbesondere durch Einbußen bei den Stellenanzeigen. Dies wiederum sei durch die Probleme auf dem Arbeitsmarkt verursacht.

Mit einer Stabilisierung rechne die Branche "allerfrühestens" Mitte nächsten Jahres. Die Substanz der politischen und lokaljournalistischen Berichterstattung werde durch die Krise nicht tangiert, sagte Heinen. Die Verleger suchten eher durch straffere Organisation im eigenen Haus und Kooperationen mit Nachbarverlagen zu sparen.

Die Konkurrenz durch das Internet, gerade bei den klassischen Zeitungsrubriken wie dem Stellenmarkt, sei noch nicht abzuschätzen, werde aber in den nächsten Jahren ein Thema bleiben, sagte Heinen. Derzeit litten auch die elektronischen Medien unter Werbeeinbußen, so dass es auch hier konjunkturbedingte Probleme gebe.

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