Zelezny holt dritten WM-Titel
Speerwerfen: Hecht und Henry Fünfter und Sechster

dpa EDMONTON. Weltrekordler Jan Zelezny hat seine Ausnahmestellung unter den Speerwerfern erneut manifestiert und in Edmonton seinen dritten WM-Titel nach 1993 und 1995 gewonnen. Der 35-jährige Tscheche imponierte in einer erstklassigen Konkurrenz mit der Jahresweltbestleistung von 92,80 m und siegte vor Titelverteidiger Aki Parviainen (Finnland/91,31) und dem mit Knieproblemen angetretenen Griechen Konstadinos Gatsioudis (89,95). Dieses Trio hatte auch schon vor zwei Jahren in Sevilla die Medaillen unter sich ausgemacht, Zelezny war damals Dritter geworden.

Diesmal ließ er sich auch nicht von Parviainen überraschen, der seine größte Weite gleich im ersten Versuch vorlegte und danach fünf ungültige Versuche hatte. Zelezny zeigte sich unbeeindruckt und konterte im zweiten Durchgang mit seinem Siegwurf. «Ich bin mit meiner Vorstellung heute sehr zufrieden, es war mein weitester WM-Wurf. Ich war mir sicher, dass ich Parviainen übertreffen konnte», meinte Zelezny. Der Finne hat eine spektakuläre Abwurftechnik: Er schickt sein «Arbeitsgerät» mit einem Hechtsprung auf die Reise, um seine ganze Körperwucht einsetzen zu können. Der Amerikaner Al Cantello hatte diese Wurfvariante vor Jahren kreiert, fand aber nur wenig Nachahmer.

Das deutsche Duo Raymond Hecht (Magdeburg) mit 86,46 m und Boris Henry (Saarbrücken) mit 85,52 m wiederholte mit den Plätzen fünf und sechs das Abschneiden von Sevilla. «Ich hätte schon gerne eine Medaille gemacht, denn vierte und fünfte Plätze habe ich schon genug. Ich werde es weiter probieren und nicht aufgeben, bis ich auf dem Treppchen stehe. Hoffentlich dauert das nicht mehr so lange», hofft der von Achillessehnenproblemen geplagte Hecht.

«Meine Würfe waren stabil, aber ein Rausreißer hat gefehlt. Selbst eine bessere Weite von zwei bis drei Metern hätte nicht zur Medaille gereicht», urteilte Boris Henry, der Mann mit dem verkehrt herum aufgestülpten Basecap. Der deutsche Meister Peter Blank (Frankfurt/Main) lieferte eine enttäuschende Leistung ab und scheiterte bereits in der Qualifikation. «Ein bisschen dumm gelaufen», lautete sein lapidarer Kommentar.

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