Zelle mit Laser perforiert
Fremdgene in Zellen geschleust

Forschern der Friedrich Schiller Universität Jena ist es gelungen, mit einem neuen Laser-Verfahren Fremdgene in Zellen einzuschleusen. Die Methode sei anderen Verfahren des DNA-Transfers überlegen, so die Wissenschaftler, da die Zellen unbeschädigt bleiben. Die Technik könnte die Gentherapie verbessern. Dabei werden defekte Gene durch intakte ersetzt.

hsn DÜSSELDORF. Die Forscher Uday Tirlapur und Karsten König nutzten Infrarot-Laser, um die Erbgut-Schnipsel in die Säugetierzellen zu übertragen. Sie bombardierten einen Punkt der Zellmembranen mit energiereichen Laserblitzen. Dadurch entstand ein Loch, durch das die DNA in Bruchteilen einer Sekunde in die Zellen gelangte und das sich anschließend wieder selbsttätig schloss. Das Erbgut lieferte in der Zelle die Information für ein grün fluoreszierendes Protein. So konnten die Forscher nachweisen, dass der Gentransfer tatsächlich stattgefunden hat.

Die Zellen wuchsen und teilten sich anschließend normal. Zellen, die nicht laserbehandelt wurden, produzierten keine grün leuchtenden Proteine. Wie die Forscher in der aktuellen Ausgabe von Nature schreiben, sei die neue Laser-Methode eine Verbesserung gegenüber herkömmlichen Verfahren, DNA in Zellen zu befördern, wie z.B. durch längerwelliges Licht, das die Zellen irreparabel schädigt. Auch die so genannte Elektroporation, bei der die Zellmembran mit Stromstößen durchlässig gemacht wird, berge Fehlerquellen. Die Zellen könnten dabei nicht individuell behandelt werden. Auch Viren als Genfähren erweisen sich nach Ansicht des Forscherteams als weniger effizient. Es sei schwierig, Viren selektiv auf bestimmte Zellen anzusetzen.

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