Zenith-Prognose: Weltweite Medienetats steigen in diesem Jahr um 8 Prozent
New Economy hinterlässt Bremsspuren bei US-Werbeausgaben

HB DÜSSELDORF. Die schlechte Stimmung in der New Economy wird auf dem Werbemarkt - insbesondere in den USA - Spuren hinterlassen. Die Medien-Agentur Zenith prognostiziert für 2001 auf dem wichtigsten Markt der Welt nur ein Wachstum von 4,6 %. Für das laufende Jahr sagt Zenith hingegen noch ein Plus von 8,1 % in den USA voraus.

Dennoch bleiben die Experten der Medien-Agentur-Netzwerkes Zenith, Frankfurt/London, optimistisch. John Perriss, Chef von Zenith Media Worldwide, erklärt: "Wir kehren zu einem vernünftigeren Wachstum der Werbeausgaben zurück, das mit den Erwartungen für das globale Wirtschaftswachstum übereinstimmt."

Werbeetats sollen um 8 Prozent steigen

Zenith rechnet damit, dass im Jahr 2000 die Werbeetats global um 8 % auf 332 Mrd. $ steigen. Vor allem das Internetgeschäft, aber auch der US-Wahlkampf und die Olympischen Spiele in Sydney sorgten offenbar für den zusätzlichen Werbeaufwand. Zenith prognostiziert jedoch für die kommenden Jahre einen leichten Rückgang der weltweiten Wachstumsrate auf 6 %.

"Bedingt durch die wirtschaftlichen Schwierigkeiten der New Economy, aber auch anderer Märkte, finden wir jetzten wieder zu einem "Normalzustand" zurück, wenngleich die Entwicklung in Europa und insbesondere in Deutschland wesentlich ausgeglichener ist als zum Beispiel in den USA", erklärt Joachim Schütz, Chef der Zenith Medien GmbH, in Frankfurt. In der Bundesrepublik werden in diesem Jahr 5,5 % mehr für die Reklame ausgegeben. In den nächsten Jahren, so Zenith, werde sich das Werbewachstum in Deutschland auf rund 5 % einpendeln. Die Media-Agentur rechnet für 2003 mit einem Werbegeschäft von annähernd 22,5 Mrd Euro in Deutschland.

Nach Jahren des Booms kehrt derzeit in der Branche Ernüchterung ein. In der Regel nehmen die Werbeausgaben die Veränderungen der Wirtschaftsentwicklung vorweg. Die Zenith-Studie rechnet daher mit einer Verlangsamung des wirtschaftlichen Aufschwungs rund um den Globus. Die Werbeausgaben seien dennoch "bemerkenswert stabil", so die Media-Agentur. Kundengespräche hätten gezeigt, dass viele Unternehmen die Aufwendungen für den Absatz ihre Produkte prinzipiell als Voraussetzung für den Markterfolg bewerten würden.

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