Zentralbank erwartet, dass Verbraucherpreise 2002 sinken: EZB: Inflation fällt deutlich unter zwei Prozent

Zentralbank erwartet, dass Verbraucherpreise 2002 sinken
EZB: Inflation fällt deutlich unter zwei Prozent

Die Europäische Zentralbank (EZB) befürchtet keinen nachhaltigen Anstieg der Verbraucherpreise durch die Euro-Bargeldumstellung.

dpa FRANKFURT/MAIN. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass auf Grund der schwachen Konjunktur und dem scharfen Wettbewerb die Jahresinflationsrate im Euroraum "deutlich unter 2 % fallen" wird. Dies schreibt die EZB in ihrem am Donnerstag in Frankfurt veröffentlichten Januar-Bericht.

Vor allem der Trend bei den Erzeugerpreisen deuteten darauf hin, dass sich der Rückgang der Inflation im Laufe des Jahres 2002 fortsetzen werde. "Was die Bargeldumstellung betrifft, so wird erwartet, dass diese kurzfristig keinen nennenswerten Effekt auf das durchschnittliche Preisniveau haben wird." Dafür sorgten der starke Wettbewerb im Einzelhandel, die anhaltende Wachsamkeit der Verbraucher und die Zusage der Regierungen, staatliche Gebühren und Abgaben nicht zu erhöhen.

Die Volkswirte der EZB erwarten im laufenden Jahr eine allmähliche Erholung der Konjunktur im Euro-Raum. Zeitpunkt und Ausmaß des Aufschwungs seien aber noch ungewiss. Vor allem die Auslandsnachfrage deute auf "eine Stabilisierung der Aussichten für das weltweite Wirtschaftswachstum" hin.

In Januar-Bericht der EZB gibt es allerdings keinen Hinweis auf eine baldige Senkung der Zentralbankzinsen. Zuletzt war der zentrale Leitzins Anfang November um 0,5 Punkte auf 3,25 % gesenkt worden.

Um die positiven Perspektiven für ein inflationsfreies Wachstum zu erhalten, appelliert die EZB an die Tarifparteien, den Kurs der "Lohnzurückhaltung" im Eurogebiet fortzusetzen. Auch die Finanzpolitiker in den Mitgliedsländern des Währungsraums werden aufgefordert, die Ziele des Stabilitäts- und Wachstumspakts einzuhalten.

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