Zentrale Figur in der CDU-Spendenaffäre
Staatsanwälte vernehmen Schreiber in Kanada

Der als zentrale Figur in der CDU-Spendenaffäre geltende Waffenhändler Karlheinz Schreiber soll in der kommenden Woche in Kanada von zwei Berliner Staatsanwälten vernommen werden.Nach Angaben einer Berliner Justizsprecherin fliegen die Anklagevertreter an diesem Wochenende nach Toronto. Die Staatsanwälte wollen von Schreiber Details seiner umstrittenen 100 000-Mark-Spende erfahren.

dpa BERLIN. Bei der Staatsanwaltschaft Berlin laufen zurzeit Verfahren wegen uneidlicher Falschaussage gegen Ex-CDU-Chef Wolfgang Schäuble und gegen die ehemalige CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister. Beide hatten vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags zur CDU - Spendenaffäre widersprüchliche Angaben zu der Spende gemacht, die Schreiber 1994 an einen der beiden übergeben haben soll.

Die Staatsanwaltschaft gehe davon aus, dass Schreiber zu einer Aussage bereit sei, sagte die Sprecherin. Der Waffenhändler soll nach Justiz-Angaben im deutschen Generalkonsulat befragt werden. Er ist für den 25. Januar 2001 auch vor den Untersuchungsausschuss geladen. Schreiber hatte es aber zuletzt ausgeschlossen, nach Deutschland zu kommen, da er hier mit einer Verhaftung rechnen müsste. Gegen ihn liegt in Augsburg eine Anklage wegen Bestechung im Zusammenhang mit der Lieferung von Fuchs-Spürpanzern an Saudi-Arabien vor.

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