Zentrale zieht nach Frankfurt
Klöckner konzentriert sich auf Verpackungstechnik

Die Klöckner Werke wollen sich künftig auf ihre Abfüll- und Verpackungstechnik konzentrieren. Dazu solle der Unternehmensverbund der beiden Gruppen KHS (Abfülltechnik) und Kisters (Verpackungstechnik) gestärkt und ausgebaut werden, sagte Vorstandsmitglied Franz-Josef Seipelt am Freitag bei der Hauptversammlung der mehrheitlich zu WCM gehörenden Klöckner Werke AG in Duisburg.

dpa DUISBURG. Kisters ist den Angaben zufolge Marktführer bei Hochleistungs-Sammelpackmaschinen, KHS ist bei Getränkeabfüllanlagen weltweit Nummer zwei.

Kleinere Unternehmen der Verpackungstechnik sowie die weiteren Unternehmen des Konzerns sollen abgegeben werden, sagte Seipelt. Die Klöckner Werke wurden Anfang vergangenen Jahres zu 82 % von der WCM Beteiligungs- und Grundbesitz-AG erworben. Anschließend hatte WCM die Foliensparte der Klöckner Werke an einen britischen Finanzinvestor für 925 Mill. Euro verkauft. Das Foliengeschäft hatte im vergangenen Geschäftsjahr 2000/2001 (30.9.) einen Anteil von 46 % am Gesamtumsatz von 1,89 Mrd. Euro.

Seipelt kündigte an, dass im Laufe des Jahres die Verwaltung der Klöckner Werke AG von Duisburg nach Frankfurt an den Hauptsitz der Muttergesellschaft WCM verlegt werde. Grund sei eine künftig verstärkte Zusammenarbeit mit WCM auf dem Gebiet Handel mit Beteiligungen und Finanzinvestitionen. Zehn leitende Mitarbeiter würden in Frankfurt oder an anderen Orten weiterarbeiten. 20 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz und werden nach Angaben einer Sprecherin von einer Auffanggesellschaft übernommen.

Im vergangenen Geschäftsjahr erwirtschaftete die Foliensparte 96,7 Mill. Euro Gewinn vor Zinsen, Steuern und Konzernaufwand bei einem Umsatz von 878 Mill. Euro. Bei der Abfülltechnik (KHS Gruppe) war hingegen ein Verlust von 21 Mill. Euro (Vorjahr: 14,3 Mio Euro Gewinn) vor allem bei KHS Deutschland angefallen. Im Geschäftsfeld Verpackungstechnik erzielte Klöckner einen Gewinn von 4,1 Mill. Euro (Vorjahr 4,5 Mio Euro Verlust). Insgesamt setzten die Klöckner Werke 1,89 Mrd. Euro um. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug 75 Mill. Euro. Es soll im laufenden Geschäftsjahr, bereinigt um die Foliensparte, deutlich übertroffen werden. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen der Hauptversammlung eine Dividende von 1,60 Euro je Stückaktie vor.

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