"Zerstörung" der Raketentruppen werde ohne ihn verlaufen
Sergejew droht im Streit um Raketenstreitkräfte mit Rücktritt

dpa MOSKAU. Im Streit in der russischen Militärspitze um die Zukunft der atomaren Raketentruppen hat Verteidigungsminister Igor Sergejew am Freitag mit Rücktritt gedroht. Der Minister bezeichnete den Vorschlag des Generalstabs, die Raketenstreitkräfte in die Luftwaffe einzugliedern, als "Verbrechen gegen Russland und einfachen Schwachsinn". Sollte sich der Generalstab mit der Reform durchsetzen, werde die "Zerstörung" der Raketentruppen ohne ihn verlaufen, sagte Sergejew der Nachrichtenagentur Interfax.

Generalstabschef Anatoli Kwaschnin strebt im Zuge der atomaren Abrüstung und aus Sparzwängen eine deutliche Kürzung der Raketentruppen und ihre Eingliederung in die Luftwaffe an. Sergejew will dagegen eine Vereinigung dieser Streitkräfte mit der atomaren U- Boot-Flotte und der Langstrecken-Luftwaffe unter einem Kommando. Kwaschnin werden in der russischen Presse Ambitionen auf das Amt des Verteidigungsministers nachgesagt.

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