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ZEW: Europäische Aktien gewinnen deutlich in der Gunst der Analysten

Das Jahr 2003 hat für den Anleger in deutschen Standardaktien eine gute Wende genommen. So hat der ...

Das Jahr 2003 hat für den Anleger in deutschen Standardaktien eine gute Wende genommen. So hat der Deutsche Aktienindex (DAX) seit Jahresanfang um satte 30% zugelegt. Angesichts des starken Kursgewinns der vergangenen Monate stellt sich zum Jahresende indessen die Frage, ob sich der Aufwärtstrend der Aktienkurse auch im Jahr 2004 fortsetzen wird. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim hat hierzu im Rahmen seines monatlichen Finanzmarkttests 288 Finanzanalysten befragt. Ergebnis: Eine deutliche Mehrheit der Experten schaut zuversichtlich ins nächste Jahr.
Für 2004 trauen die Experten dem DAX einen Anstieg bis auf 4300 Punkte zu. Anlegern, die auf Anleihen setzen, dürfte es schwer fallen, eine ähnlich hohe Rendite zu erzielen. Insbesondere bei Finanz- und Technologieaktien gehen die vom ZEW befragten Finanzanalysten von großen Kurssteigerungen aus. Der Bankensektor dürfte ihrer Ansicht nach auch im nächsten Jahr von den derzeit kursierenden Übernahmegerüchten und den sich verbessernden Ertragsaussichten profitieren. Der Technologiebranche wiederum wird das größte Aufholpotenzial in 2004 bescheinigt, da sie in den vergangenen Jahren teilweise starke Kursverluste hinnehmen musste.
Befragt nach den bevorzugten Anlageregionen, setzen die Experten überwiegend auf Europa. In einem Modelldepot mit Aktien aus Europa, Nordamerika, Japan und den Emerging Markets sollten europäische Werte etwa 60% des Aktienkapitals ausmachen (25% deutsche Aktien, 5% britische und 30% Aktien aus dem restlichen Euroraum). Damit gewichten die Analysten europäische Werte deutlich stärker als in den entsprechenden Befragungen des ZEW in 2001 (48%) und 2002 (45%). Eher skeptisch sind die Experten dagegen für die USA. Anleger sollten lediglich 20% des Aktienkapitals dort investieren. Angesichts des schwachen US-Dollars und der verhalteneren Konjunkturaussichten scheinen die USA derzeit ein eher wenig attraktiver Ort für Anleger zu sein. Die Experten empfehlen stattdessen, das Anlagekapital breit zu diversifizieren und dabei auch nicht unwesentliche Teile des Portfolios in Japan und den Emerging Markets anzulegen. Angesichts der sich aufhellenden Wachstumsaussichten für Japan halten die Experten einen Portfolioanteil von gut 10% für die fernöstliche Industrienation für angemessen. Ebenfalls etwa 10% sollten auf die Emerging Markets entfallen. Diese versprechen besonders gute Gewinne, sollte sich die Konjunktur weltweit im nächsten Jahr wie erwartet erholen.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 18.12.2003

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