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ZEW-Konjunkturindex im November eingebrochen - Starker Euro belastet

Die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in Deutschland hat im November erneut einen kräftigen Dämpfer bekommen.

dpa-afx MANNHEIM. Die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung in Deutschland hat im November erneut einen kräftigen Dämpfer bekommen. Nach der am Dienstag in Mannheim veröffentlichten monatlichen Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist der Index der Konjunkturerwartungen auf 13,9 Punkte eingebrochen von 31,3 Punkten im Vormonat. Die Experten gehen somit von einer Wachstumsverlangsamung bis Mai nächsten Jahres aus.

Damit verharrte der Index den zweiten Monat in Folge unter seinem historischen Mittelwert von 34,7 Punkten. Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt einen Rückgang auf 29,5 Punkte erwartet.

"Die Gründe für den spürbar gestiegenen Pessimismus liegen in der erwarteteten weltwirtschaftlichen Abkühlung und der jüngsten stärkeren Aufwertung des Euros, die den deutschen Außenhandel belasten dürften", teilte das ZEW mit. In Verbindung mit der weiter schwächelnden Binnennachfrage und dem hohen Ölpreis erwarteten die Experten daher mittelfristig eine Abkühlung der deutschen Konjunktur. Die weiter schwachen Daten zur Industrieproduktion und zum Auftragseingang könnten bereits Ausdruck des nachlassenden Wachstumsmomentums sein, hieß es.

Die aktuelle Konjunktursituation in Deutschland beurteilen die Experten in diesem Monat günstiger. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage stieg von minus 58,9 auf minus 57,8 Punkte. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone gingen im November weiter zurück. Der Euro-Indikator verlor 15,5 Punkte und liegt nun bei 22,1 Punkten. Der entsprechende Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum verbessert sich von minus 26,0 Punkten auf minus 25,8 Punkte.

Das ZEW befragt monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger nach ihren mittelfristigen Erwartungen zur Konjunktur- und Kapitalmarktentwicklung. Der Index gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen für die künftige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auf Sicht von sechs Monaten wieder.

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