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ZEW-Studie: Fonds und Immobilien werden für die Altervorsorge noch wichtiger

Die klassischen Formen der Altersvorsorge wie Lebensversicherungen bekommen zunehmend Konkurrenz. Alternativen wie Investmentfonds, Direkte Anlagen oder betriebliche Altersvorsorge werden nach einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim immer wichtiger. Der Grund sind die zu erwartenden Veränderungen auf dem Kapital- und Altersvorsorgemarkt wegen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, so der Auftraggeber der Untersuchung, die Allianz AG in München.

dpa-afx MANNHEIM/MÜNCHEN. Die klassischen Formen der Altersvorsorge wie Lebensversicherungen bekommen zunehmend Konkurrenz. Alternativen wie Investmentfonds, Direkte Anlagen oder betriebliche Altersvorsorge werden nach einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim immer wichtiger. Der Grund sind die zu erwartenden Veränderungen auf dem Kapital- und Altersvorsorgemarkt wegen der zunehmenden Alterung der Gesellschaft, so der Auftraggeber der Untersuchung, die Allianz AG in München.

Weil der Anteil der Älteren steigt, ist von Einschnitten bei der staatlichen Rente auszugehen. Die Nachfrage nach Möglichkeiten zur privaten Altersvorsorge werde daher größer. Einerseits sei davon auszugehen, dass dafür mehr Kapital als bisher eingesetzt werde, andererseits wachse das Bedürfnis nach einem breiten und auch risikoorientierten Angebot an Vorsorge-Produkten. Vor allem Investmentfonds und Fondssparpläne nehmen nach Einschätzung der Experten an Bedeutung zu.

Alternative Investments

Eine größere Rolle werden den Prognosen zufolge aber auch Alternative Investments spielen - und das, obwohl Hedgefonds und ähnliche Produkte in Deutschland bei der breiten Masse der Anleger bisher wenig gefragt gewesen seien. Doch auch Lebensversicherungen legen noch weiter zu. Bislang kommen in Deutschland auf 82,5 Millionen Einwohner zwar schon rund 91,5 Mill. Verträge, und steuerlich sind Kapitallebensversicherungen vom 1. Januar 2005 an weniger attraktiv. Im Vergleich zu anderen Ländern investieren die Deutschen mit 776 ? pro Jahr allerdings eher wenig in die Lebensversicherung. In Großbritannien ist es dreimal, in der Schweiz sogar viermal so viel.

Noch leicht zunehmen wird in den nächsten 15 Jahren den Prognosen zufolge die Nachfrage nach Immobilien für die Altersvorsorge. Schon jetzt spielten Immobilien in diesem Zusammenhang eine herausragende Rolle: Nach den Daten der Deutschen Bundesbank haben die Deutschen mit 3,87 Billionen Euro rund die Hälfte des privaten Gesamtvermögens in Wohnimmobilien investiert. Insbesondere die selbst genutzte Immobilie werde voraussichtlich für die Altersvorsorge künftig noch wichtiger werden, vermietete Immobilien dürften allerdings an Bedeutung verlieren.

Für die Untersuchung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung waren 247 Finanzmarktexperten zur Entwicklung der Altersvorsorge befragt worden.

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