ZEW-Umfrage
Olympische Spiele nützen Chinas Wirtschaft kaum

Trotz riesiger Investitionen nützen die Olympischen Spiele in China einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge der chinesischen Wirtschaft kaum. Die Analysten bezweifeln einen langfristigen positiven Effekt auf Chinas Wirtschaft.

MANNHEIM. Zwar habe vor allem der Bausektor vom Ausbau der Infrastruktur erheblich profitiert. Einen langfristigen Effekt bezweifeln aber die vom ZEW befragten rund 300 Analysten und Anleger aus Banken, Versicherungen und großen Industrieunternehmen. Auch direkte Impulse auf die chinesischen Aktienmärkte seien danach nicht zu erwarten, berichtete das Mannheimer Institut am Dienstag weiter.

Nur etwas mehr als ein Drittel der Experten gehe von leichten positiven Auswirkungen der Spiele auf die Wirtschaft aus. Über die Hälfte sehen hingegen gar keinen nachhaltigen Nutzen. "Für die gesamte chinesische Volkswirtschaft ist der Sondereffekt durch Olympia wohl eher gering", sagte ZEW-Wissenschaftler Christian David Dick. Die Aussicht auf die Olympischen Spiele habe zwar in der vergangenen Jahren eine Aufbruchsstimmung in China erzeugt und die Börsenwerte auf Rekordwerte steigen lassen. Seit Ende 2007 aber seien die Kurse wieder stark gefallen. Deutsche Investoren werden daher die Gewichtung chinesischer Aktien in ihren Depots unverändert lassen, meint ein Großteil (43 Prozent) der befragten Analysten.

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