Archiv
ZF korrigiert Umsatzerwartungen nach oben

Die ZF Friedrichshafen AG hat in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres ihren Umsatz kräftig gesteigert.

ddp FRANKFURT/M. Wie der Vorstandsvorsitzende Klaus Bleyer anlässlich der Internationalen Automobilausstellung Nutzfahrzeuge am Freitag in Frankfurt am Main sagte, wird nun mit einem Umsatzergebnis von 6,2 Milliarden Euro bis Ende des Jahres gerechnet. 1999 hatte der Konzern 5,3 Milliarden Euro umgesetzt. Auch das operative Ergebnis sei überproportional gewachsen; Zahlen wurden hier jedoch nicht genannt.

Für die erwartete Umsatzsteigerung von 17 Prozent nannte Bleyer das dynamische Welt-Wirtschaftswachstum als wichtigsten Grund. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Europa und der Nafta-Region, den Kernmärkten von ZF, sei äußerst günstig. Auch die südamerikanischen und asiatischen Volkswirtschaften seien im Wachstum begriffen. Vor allem der Unternehmensbereich Nutzkraftwagen-/Sonderantriebstechnik floriere. Mit einem Wachstum von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum liege dieser Bereich weit über dem Branchendurchschnitt, erklärte Bleyer.

Die Geschäftsfelder Bahn und Maschinenbau hätten 10 beziehungsweise 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Die Sparte Pkw-Antriebstechnik legte laut Bleyer um neun Prozent in den ersten acht Monaten dieses Jahres zu. Insbesondere der Export von ZF-Automatgetrieben für Modellreihen «oberer Fahrzeugsegmente» nach Nordamerika habe den Umsatz beflügelt. Erfreuliches Wachstum sei auch in den Unternehmensbereichen Arbeitsmaschinen-Antriebe (+10 Prozent), Fahrwerktechnik (+39 Prozent) und bei der ZF Lenksysteme GmbH (+15 Prozent) zu sehen.

Gestiegen sei bis Ende August dieses Jahres auch die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern. Zuletzt wurden 31.890 Personen beschäftigt, elf Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der ZF-Konzern, so Bleyer, setze mit dem sich in diesem Jahr abzeichnenden Umsatzergebnis das seit Mitte der neunziger Jahre «planmäßige» Wachstum von jährlich rund 15 Prozent fort. Allerdings verband er die positive Jahresprognose mit einer Warnung fürs kommende Jahr. Nach Konzernschätzungen werden Rückgänge im Pkw-Bereich, vor allem im Nafta-Raum, von fünf Prozent erwartet, in den schweren Nutzfahrzeug-Klassen sogar im zweistelligen Bereich. In Europa rechnet Bleyer bei leichten wie bei schweren Getrieben mit einer Konsolidierung auf freilich «hohem Niveau». «Hier sehen wir die Spitze erreicht», sagte Bleyer.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%