Ziel: 25 Millionen Kunden
Telekom will ab 2003 UMTS-Dienste anbieten

Die Telekom will ein Jahr später als die Mobilcom UMTS-Dienste anbieten und rechnet bis 2010 mit 25 Millionen Anschlüssen.

dpa FRANKFURT. Die Telekom-Tochter T-Mobil will vom Jahr 2003 an UMTS-Mobilfunkdienste anbieten - also ein Jahr später als der Konkurrent Mobilcom. Bis 2010 rechne der Konzern mit mehr als 25 Mill. Anschlüssen für das eigene Netz, sagte der Chef der T-Mobil International AG, Kai-Uwe Ricke, nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

In zehn Jahren werde es in Deutschland mehr UMTS-Anschlüsse als Einwohner geben, sagte Ricke. Viele würden mehr als ein Handy besitzen. T-Mobil rechne dann mit einem Durchschnittsumsatz pro Handy-Kunden von 60 Euro. Das ist die Hälfte mehr als derzeit. Telefongespräche würden nur noch 40 % zum Umsatz beitragen. Auf Geschäftsabwicklungen per Handy würden 20 bis 25 % entfallen.

Die Kosten von 16,7 Mrd. DM für die UMTS-Lizenz lohnten sich, sagte Ricke. Die Investition werde über 20 Jahre linear abgeschrieben, drücke also jährlich mit 830 Mill. DM auf den Gewinn. In das Netz selbst würden 4 bis 6 Mrd. DM investiert. Die Zahl der Antennenstandorte soll auf 30 000 verdoppelt werden.

Insgesamt hat die Telekom in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden 30 Mrd. DM in UMTS-Lizenzen investiert. Bewerben will sich der Konzern zu gegebener Zeit auch in Österreich, Ungarn, Polen, Tschechien, der Slowakei, Kroatien, Russland und der Ukraine. In Frankreich und Schweden ist die Telekom über Partner im Rennen. Auch Italien, wo die Bewerbungsfrist bereits ohne Telekom-Bewerbung abgelaufen ist, hat T-Mobil nach Rickes Worten noch nicht abgeschrieben. Geprüft werden zudem Investitionen in der Schweiz, Belgien, Dänemark und Portugal.

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