Ziel: Betrieb zur WM 2006
Industrie sieht keine Chance für Transrapid Hamburg-Berlin

Die Industrie sieht auf absehbare Zeit keine Chance, dass zwischen Hamburg und Berlin eine Transrapid-Strecke errichtet wird.

dpa HAMBURG. "Wir wissen, dass dieses Projekt ein für alle Mal gestorben ist, weil die Bahn es nicht machen wird", sagte der Sprecher des Transrapid-Herstellers Thyssen-Krupp Technologies, Alfred Wewers, in Hamburg. Die Industrie sehe Realisierungschancen lediglich für die beiden anderen diskutierten Transrapid-Projekte in Nordrhein-Westfalen und in München.

Die Magnetschwebebahn zwischen den beiden größten deutschen Städten Hamburg und Berlin war im Februar 2000 am Einspruch von Bahn - Chef Hartmut Mehdorn gescheitert, nachdem die Planungen nahezu abgeschlossen waren. "Damit ist das Projekt ad acta gelegt", sagte Wewers. "Das lebt auch nicht wieder auf, denn die Planungen müssten bei Null beginnen." Die voraussichtlichen künftigen Hamburger Regierungspartner CDU, Schill-Partei und FDP hatten in ihren Sondierungsgesprächen vereinbart, neue Verhandlungen über die Transrapid-Strecke aufzunehmen und das Projekt wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Thyssen-Krupp setzt dagegen auf die Verbindungen von Dortmund nach Düsseldorf und den Münchner Flughafen-Zubringer. "Wir hoffen, dass sich eine der beiden oder sogar beide Strecken realisieren lassen", sagte Wewers. Die Ministerpräsidenten der beiden Bundesländer setzten sich stark für die Projekte eine und auch die Bahn habe sich bislang positiv geäußert. Es sei allerdings ein ehrgeiziges Ziel, den Transrapid bis zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Betrieb zu nehmen. "Wenn man es wirklich will und alle Beteiligten sich ins Zeug legen, dann kann man das schaffen", sagte der Sprecher.

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