Ziel ist die gesamte Prozess-Kette in einer vollstufigen Möbelfabrik
Lignum Technolgie AG hat nach wie vor Börsenpläne

vwd STUTTGART/SCHOPFLOCH. Die Lignum Technolgie AG , Schopfloch, vor einem halben Jahr aus der Fusion der beiden Holzbearbeitungsmaschinen-Hersteller Homag AG, Schopfloch, und IMA, Lübbecke, entstanden, hat nach wie vor Börsenpläne. Mit der Fusion habe man sich neu aufgestellt und verfüge mit der schuler business solution AG, Pfalzgrafenweiler, über ein eigenes interessantes Softwarehaus. Wie der Sprecher des Vorstands, Klaus Bukenberger, am Montag bei der Vorlage der Bilanz 1999 in Stuttgart sagte, könnte man sofort an der Börse starten, doch sei derzeit das Börsenumfeld nicht so geeignet. Es sei auch möglich, mit der Software-Tochter an den Neuen Markt zu gehen.

Am gezeichneten Kapital von derzeit 65,959 Mill. DM seien die Gründerfamilien Schuler und Hornberger mit 63 %, die Deutsche Beteiligungsgesellschaft mit 20 % und die IMA-Familienaktionäre mit 17 % beteiligt. Akquistionen seien ein Teil der Lignum-Strategie: Zum Ziel, die gesamte Prozess-Kette in einer vollstufigen Möbelfabrik liefern zu können, fehlten noch die drei Bausteine Pressen, Schleifen und Oberflächenbehandlung. Zur Lignum gehören derzeit 14 produzierende Gesellschaften, 15 Vertriebsfirmen, jeweils eine Engineering- und Finnazierungsgesellschaft sowie sechs Firmen der Softwaretochter schuler business solutions AG.

Im Jahr 1999, dem ersten Geschäftsjahr der Lignum AG, stieg der Konzernumsatz des Weltmarktführers für Holzbearbeitungsmaschinen um 13,5 % auf 1,16 (1,02) Mrd. DM. Rund 62 % wurden im Ausland erzielt. Mit einer Zunahme um 17,8 % auf 912,4 (774,4) Mill. DM Umsatz erreichte die Homag-Gruppe des größten Umsatzanteil. Am stärksten wuchs die schuler business solution AG mit plus 34,4 % auf 36,6 Mill. DM Umsatz. Die IMA-Gruppe trug in ihrem neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahr mit 210,9 Mill. DM zum Konzernumsatz bei. Für das Geschäftsjahr 2000 wird wieder einzweistelliges Umsatzplus auf über 1,3 Mrd. DM angestrebt.

Im ersten Quartal 2000 stieg der Umsatz um 15 % auf 321 Mill. DM. Der Auftragseingang wuchs um zwölf Prozent auf 372 Mill. DM. Das Ergebnis nahm im ersten Quartal 2000 überproprtional zum Umsatz zu. 1999 lag das EBITDA bei 101,3 Mill. DM und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei 60,5 Mill. DM. Vor der Ausschüttung an stille Gesellschafter im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung belief sich der Jahresüberschuß auf 34,8 Mill. DM. Damit seien die Rekordwerte des Vorjahres nicht erreicht worden. Bukenberger begründete dies mit Wertberichtigungen durch Eingliederung der IMA und mit Anlaufkosten für neue Hochleistungsmaschinen.

Die Belegschaft nahm 1999 um über 500 auf 4 509 und zum 31. März 2000 weiter auf 4 700 Mitarbeiter zu. Ende 2000 sollen es 4 800 bis 4 900 Mitarbeiter sein. Investieren will Lignum 2000 etwa 80 Mill. DM, nach 74,5 Mill. DM im Vorjahr.

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