Ziele für 2002 bekräftigt
Werkstoffbereich dämpft Entwicklung bei Stinnes

Das zum Eon-Konzern gehörende Logistikunternehmen Stinnes hat im ersten Quartal trotz gesunkener Umsätze auf Grund der schwachen Entwicklung des Werkstoffbereichs im Vergleich zum Vorjahr sein Betriebsergebnis steigern können.

Reuters DÜSSELDORF. Der Außenumsatz des Stinnes-Konzerns sei in den ersten drei Monaten durch das schwache wirtschaftliche Umfeld und gesunkene Preise gegenüber dem Vorjahr um 8,4 % auf 2,9 Mrd. ? gesunken, teilte Stinnes am Mittwoch vor Beginn der Hauptversammlung in Düsseldorf mit. Trotz des geringeren Umsatzes sei das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 2,0 % auf 57,8 Mill. ? gestiegen. Bereinigt um Rückstellungen für Aktienoptionen betrage der Zuwachs 16,3 %. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank dagegen um 9,1 % auf 71,2 Mill. ?. Bereinigt sei das Ebit um knapp ein Prozent gestiegen.

Dass Außenumsatz und Ebit nicht die Werte des Vorjahres erreichten, sei auf Einbußen im Werkstoffbereich sowie eine erhöhte Rückstellungsbildung für Aktien zurückzuführen. Der Kurs der Stinnes-Aktie sei im ersten Quartal um 20 % auf 27,30 ? geklettert, teilte das Unternehmen mit. Durch den Anstieg enthielten Ebit und Betriebsergebnis eine Belastung von 4,9 Mill. ? durch eine Rückstellung auf Aktienoptionen der Führungskräfte. Verantwortlich für den Rückgang des Außenumsatzes sei der Werkstoffbereich, dessen Außenumsatz um 29,1 % auf 293 Mill. ? gesunken sei. Das Betriebsergebnis sei hier um 74,6 % auf 2,1 Mill. ? eingebrochen. Die Bereiche Verkehrs- und Chemielogistik hätten sich dagegen erfolgreich entwickelt.

Stinnes-Vorstandschef Wulf Bernotat erklärte, er sei überzeugt, dass "die eingeleiteten Maßnahmen im Werkstoffbereich zu einer Verbesserung der Ergebnislage im Jahresverlauf führen werden". Stinnes habe sich insgesamt besser als erwartet entwickelt. Nach dem ersten Quartal halte das Unternehmen am Ausblick für das Gesamtjahr fest. Im Geschäftsjahr 2002 werde - ohne größere Zukäufe - weiter eine Steigerung des Ebit in Höhe von neun Prozent erwartet.

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