Ziele hoch gesteckt
Klotzen statt Kleckern

Noch bevor die Olympischen Spiele in Athen begonnen haben, ist in Peking schon Vorfreude auf Olympia 2008 im eigenen Land ausgebrochen. Selbstverständlich, dass die nationale Sportverwaltung da nichts mehr dem Zufall überlassen möchte. 400 Sportler - darunter auch zahlreiche Nachwuchstalente - schickt Peking nach Athen, um die dortigen Spiele als Generalprobe zu nutzen.

HB DÜSSELDORF. Ein Spruch besagt: Misslingt die Generalprobe, so glückt die Aufführung. China jedoch hofft, dass bei Ihrem Aufritt sowohl Generalprobe als auch Aufführung gelingen. Freilich handelt es sich hierbei nicht um ein Theaterstück, es geht um die Olympischen Spiele in Peking 2008. Die Chinesen wollen die diesjährigen Sommerspiele als Generalprobe für das Ereignis im eigenen Land nutzen.

Nichts möchte man dem Zufall überlassen, wenn die Spiele 2008 erstmals im Reich der Mitte ausgetragen werden. Auch die eigene sportliche Leistung nicht: Mit 400 Athleten schickt das bevölkerungsreichste Land der Erde mehr Sportler als je zuvor zu Sommerspielen. "Die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen dient der Vorbereitung für 2008", sagt Xia Tan, der Vizedirektor der nationalen Sportverwaltung in Peking. "Wir müssen die Mannschaften ausprobieren, die Trainer und die Sportfunktionäre." Anders als früher wird diesmal jede Sportart besetzt. Viele junge Aktive reisen nach Athen. Die Hälfte von ihnen könnte 2008 noch einmal antreten.

Der Cheftrainer der Leichtathleten, Feng Shuyong, berichtet, dass viele Athleten nominiert wurden, die Entwicklungsmöglichkeiten haben und sich in den nächsten vier Jahren noch verbessern können. Die Spiele in Athen seien eine gute Gelegenheit, Erfahrungen zu sammeln. "Gleichzeitig probieren wir mehr junge Athleten aus, um 2008 einen Durchbruch zu schaffen." Er rechnet in diesem August nicht unbedingt mit Medaillen für sein vergleichsweise schwaches, 50-köpfiges Leichtathletik-Team. Doch traditionell ist China stark im Schwimmen, Turmspringen, Gewichtheben, Judo und Tischtennis. Hoffnungen ruhen außerdem auf Turnern, Schützen und Badminton-Spielern.

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